CDU beschimpft Daimler nach Streichung der Korruptionszahlungen

23.04.2019

Nachdem Daimler angekündigt hat, alle Korruptionszahlungen ("Parteispenden") zu streichen, kommen Beschimpfungen von Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU) aus dem Wirtschaftsministerium: Die Streichung der Parteispenden sei "verantwortungsos, Demokratie gefährdend, dumm".

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_85626794/auto-spenden-gestrichen-cdu-politiker-nennt-daimler-verantwortungslos-.html

Finanzamt zockt Rentner, Minijobber und Mindestlohn ab

23.04.2019

Der deutsche Staat hat zuletzt bei rund 4,4 Millionen Rentner und Rentner-Ehepaare Einkommenssteuer von rund 33 Milliarden Euro pro Jahr eingetrieben. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzminitseriums auf eine FDP-Anfrage. Demnach stammen fast ein Zehnten der Einkommenssteuer von Senioren.

Zeitgleich stützt der Staat mit immer mehr Steuergelder die Rentenkasse: 97 Milliarden Euro und damit 27,5 Prozent des Bundeshaushalts gegen an die Rentenversicherung.

Weitere Steuereinnahmen treibt der Staat beim Geringverdiener mit Mindestlohn ein: Da der Mindestlohn die Steuerfreigrenze übersteigt und damit Lohnsteuerpflichtig werden. Weitere Milliarden kommen von Minijobber. Hier zahlen Arbeitgeber pauschale Steuersätze.

Im Vergleich dazu fallen Einnahmen von z.B. Aktien nicht unter die Einkommensteuer, sondern unter die steuerbegünstigte Abgeltungssteuer von nur 25 Prozent.

Laschet (CDU): Bonner für immer Ex-Hauptstadt

23.04.2019

Vor 25 Jahren zog der Bundestag von Bonn nach Berlin. Bis heute halten viele Ministerien heute noch Mitarbeiter in Bonn. Diese Garantien will NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) weiter gesichert wissen und fordert eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz. Unter anderem solle Bonn als UN-Standort oder Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit ausgebaut werden.

https://www.n-tv.de/politik/NRW-fordert-neuen-Bonn-Vertrag-article20981977.html

Brandkatastrophe in Klein Wanzleben: Tausende Tote

21.04.2019

Klein Wanzleben (Sachsen-Anhalt). Im Landkreis Börde kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Brandkatastrophe in einem Mastbetrieb mit 45.000 Schweinen mit tausenden Tote. Tausende Tiere starben qualvoll in dem Flammen. Die neun Ställe sind für 75.000 Schweine ausgelegt, in denen sich etwa 45.000 Schweine befanden. Es sei nicht möglich gewesen, Schweine aus dem Feuer zu retten. Nach offziellen Angaben sind etwa 2.000 Ferkel qualvoll verendet.

Immer wieder kommt es bei der Massentierhaltung zu Bränden, etwa in Rheine, wo 8.000 Schweine im Sommer 2018 qualvoll verbrannten. Anfang Juli 2018 waren 600 Schweine bei einem Stallbrand im Kreis Lippe gestorben. Massentierhaltung wird von der Bauernpartei CDU immer noch mit Subventionen unterstützt. Aber auch viele Politiker sind Viehzüchter, siehe hier und hier.

Immer weniger Menschen wollen Leichen (Fleisch) essen. Politiker bekämpfen den Veggie-Boom (siehe 17.04). Immer mehr ernähren sich vegan — rein pflanzlich. In Berlin hat am 20. April 2019 die erste vegane Mensa eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit.

https://www.bild.de/regional/sachsen-anhalt/sachsen-anhalt-news/wanzleben-tausende-schweine-verbrennen-in-mastanlage-61388524.bild.html
https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/tiere-konnten-nicht-gerettet-werden-2000-ferkel-bei-brand-gestorben-32407552
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/-schmeckt-trotzdem---warum-berlins-erste-vegane-mensa-boomt-32404364
https://rp-online.de/nrw/panorama/brand-in-rheine-tausende-schweine-verenden-bei-feuer-in-mastbetrieb_aid-23941711
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/-schmeckt-trotzdem---warum-berlins-erste-vegane-mensa-boomt-32404364

Daimler streicht Korruptionszahlungen

21.04.2019

Der Autokonzern Daimler hat angekündigt alle Korruptionszahlung ("Parteispenden") für dieses Jahr zu streichen. Man wolle lieber Projekte mit Schwerpunkten Bildung, Naturschutz, Wissenschaft, Kunst und Kultur fördern. 2018 "spendete" Daimler insgesamt 320.000 Euro an Parteien. Davon gingen je 100.000 Euro an CDU und SPD, und je 40.000 Euro an die GRUENEN, CSU und FDP.

Kabel Eins Videotext vom 21.04.2019

Grundsteuerreform: CDU befiehlt SPD Öffnungsklausel

20.04.2019

Die CDU hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) angewiesen, bei der Reform der Grundsteuer die von der CDU und Bayern geforderten Öffnungsklausel einzusetzen. Die Scholz wollte eigentlich eine bundeseinheitliche Regelung. Mit der Öffnungskluasel kann jedes Bundesland seine eigenen Grundsteuerregeln einführen. Wetterfähnchen SPD wollte ein Bürokratie-Monster einführen: Das hätte viele neue Beamtenstellen gebracht und man so leichter Steuereinnahmen verprassen können. In bevorzugten Wohnlagen steigt damit die Grundsteuer um bis zu 350 Prozent. Damit sind Besserverdienende besser unter sich. Bayern und CDU wollen eine pauschale Grundsteuer, die sich an der Fläche orientiert.

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/streit-um-grundsteuer-scholz-jetzt-offen-fuer-kompromiss-61369396.bild.html

Schäuble: Bundestagsvize für alle Parteien ausser AfD

20.04.2019

Derzeit stellt jede auch noch so kleine Partei — selbst die GRUENEN, FDP oder LINKEN, einen Bundestagsvizepräsidenten, ausser der AfD. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU): AfD hat keinen Rechtsanspruch auf Vizepräsidenten. Schäuble betonte, die AfD habe kenen Anspruch auf einen Vizepräsidentenposten im Parlament. "Es gibt keinen Rechtsanspruch". Es gebe lediglich eine "Verabredung" in der Geschäftsordnung des Bundestags, dass jede Fraktion einen Kandidaten vorschlagen könne. "Es werde immer nur Vizepräsident, wer in geheimer Wahl die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages erhält." Soviel zum Demokratieverständnis der vertretenen Parteien im Bundestag.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sident_des_Deutschen_Bundestages#Stellvertreter
https://web.de/amp/33667128
Videotext TELE5 und ARD vom 20.04.2019

Hintergrundwissen: Bundestagsvizepräsidenten

Warum blockieren die Parteien die drittstärkste Partei AfD im Bundestag? Die AfD nimmt ihnen ein großes Stück am Kuchen, bis hin zur Parteienfinanzierung, die eigens erhöht wurde.

Beim Bundestagspräsident beträgt die monatliche "Amtszulage" in Höhe der Abgeordnetenentschädigung, Den Bundestagspräsident stellt die machthabende Partei, also die CDU. Die Bundestagsvizepräsidenten kassieren die Hälfte der Abgeordnetenentschädigung. Der Bürger hat von diesem Postengeschacher nichts. Er darf es nur bezahlen.

Derzeit stelle jede Partei — ausser der AfD — einen Bundestagsvizepräsidenten, selbst Kleinparteien wie die Linke, Gruene oder FDP.

Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: CDU 33%, SPD 20,5, AfD 12,6, FDP 10,7, LINKE 9,2, GRUENE 8,9

https://m.bpb.de/politik/wahlen/bundestagswahl-2017/257201/ergebnisse-der-bundestagswahl-2017
https://www.bundestag.de/resource/blob/272536/e9f0a1b93be061946d2de94234e3f1c3/kapitel_17_02_di__ten_f__r_die_mdb-pdf-data.pdf

Arrorgante Schulleiterin parkt Porsche auf Schulhof

18.04.2019

Hamburg. Direktorin Rotraud Nesemeyer des Matthias-Claudius-Gymnasiums in Hamburg parkt mit ihrem 55.000 Euro Porsche direkt auf dem Schulhof neben dem Eingang. Deutlich angebracht. Ein Parkverbots-Schild. Alle anderen parken auf dem Lehrerparkplatz neben dem Schulgebäude. BILD fragte bei der Schulbehörde nach: Diese deckt die arrogante Schulleiterin: "Das Parken auf dem Schulhof ist eine Frage rund um die Organisation des Schulalltags — genau wie das Hausrecht auch — und liegt bei der Schulleitung." Ältere Bilder zeigen, dass sie regelmäßig direkt am Eingang im Halteverbot parkt. Gegenüber BILD wollte sie sich nicht äußern.

Kontanz. Das Arroganz bei Beamten nicht selten ist, zeigt der Fall aus Kontanz, wo der Wagen des Bürgermeister regelmäßim Halteverbot steht, aber anderen Fahrzeugen Knöllchen verteilt werden: Den ganzen Bericht finden Sie hier. Auch gibt es Berichte von Polizeiwagen, die auf Behindertenarkplätzen parken.

https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/matthias-claudius-gymnasium-porsche-direktorin-parkt-auf-schulhof-61311516.bild.html

EU-Parlamentarier wollen Veggie bekämpfen

17.04.2019

Die Bauernpartei CDU bläst wieder zum Angriff gegen den Veggie-Boom. Nach gerichtlich entschieden wurde, dass Veggie-Produkte wie Soja Milch sich nicht mehr länger "Milch" nennen dürfen, denn diese Bezeichnung sei Produkten vorbehalten, die einmal in Tieren drin waren. Nun wollen Abgeordnete des Landwirtschaftsausschuss im EU-Parlament Begriffe wie "Veggie-Burger" verbieten. Unter anderem sollen Begriffe wie Steak, Schnitzel, Burger oder Hamburger tierischen Inhaltsstoffen vorbehalten sein. Dazu haben die Parlamentarier am 1. April dafür gestimmt, dass die Bezeichnungen in den anstehenden Verhandlungen von Eu-Kommission und EU-Regierungen auf die Agenda zu setzen. Damit wollen die Beamten den rückläufigen Fleischkonsum bekämpfen. Viele CDU Politiker sind Tiermäster. Eigentlich sollte es um die Reform der Landwirtschaftsgesetze gehen, eine 59 Milliarden Euro schwere Industrie.

https://www.welt.de/wirtschaft/article192090085/Verbraucherschutz-EU-Parlamentarier-wollen-Veggie-Burger-umbenennen.html

Kosten für Hochschulen steigen

17.04.2019

Rund 54 Milliarden Euro haben die deutschen Hochschulen 2017 an Ausgaben rausgehauen — 4,1 Prozent mehr als 2016. Der größte Posten waren Personal mit 31,3 Milliarden Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Zu 53 Prozent sind die Fachhochschulen und Universitäten eigenfinanziert. Der Großteil stammt aus Entgelten für die Krankenbehandlung, z.B. an Uni-Kliniken.

Kritikpunkt unter anderem wieder z.B. die staatlichen Theologische Fäkultäten, deren Finanzierung eigentlich Sache der Kirchen sein sollten. Aberglaube hat eigentlich nichts an Fachhochschulen oder Universitäten zu suchen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Theologische_Fakult%C3%A4t

Bundespräsident eröffnet Bundesgartenschau

17.04.2019

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) eröffnet mit dem baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (GRUENE) die Bundesgartenschau (BUGA).

An Kosten für den Steuerzahler gibt die BUGA rund 144 Millionen Euro an ("144 Millionen Euro sind für öffentliche Daueranlagen und die übergeordnete Infrastruktur eingeplant. Etwa 56 Millionen Euro kommen vom Land Baden-Württemberg. Durchführung der Bundesgartenschau selbst kostet 44,5 Millionen Euro, wovon 34,5 Millionen Euro eigenfinanziert sind; die Stadt Heilbronn übernimmt circa zehn Millionen Euro."). Die Bundesgartenschau findet alle zwei Jahre statt und verschlingt jeweils Millionen an Steuergelder.

https://www.buga2019.de/de/gartenausstellung/zahlen-daten-fakten.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgartenschau

Klage gegen Merkel abgewiesen

16.04.2019

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Unterlassungsklage des Satirikers Jan Böhmermann gegen das Bundeskanzleramt und Kanzlerin Merkel abgewiesen. Merkel hatte Böhmermanns Schmähgedicht auf den türkischen Machthaber Erdogan als "bewusst verletzend" beschimpft. Sie gab später zu, die Aussage sei falsch gewesen, dennoch will sie dafür nicht geradestehen.

Deutschland stimmt EU Urheberrecht zu

15.04.2019

Die umstrittene Reform des EU-Urheberrechts ist endgültig beschlossen. In der letzten Abstimmung stimmten die EU-Staaten dem Vorhaben mehrheitlich zu (19 stmmten dafür, sechs dagegen und drei enthielten sich). Die deutsche Bundesregierung (CDU und SPD) stimmten mit Ja. Zuvor hatte das Europaparlament zugestimmt. Die EU-Länder haben nun zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in nationales Recht umzusetzen. Vor allem in Deutschland gab es Proteste gegen die neue Regelung.

Künftig kann die Musik- und Filmindustrie den Hoster (z.B. Google als Inhaber von Youtube) direkt verklagen ohne lästige Umwege über den Anwender, der die Urheberrechtsverletzungen begangen hat und meist ohnehin nicht viel zu holen war.

In der Vergangenheit zwang man so Filehosting Unternehmen wie Rapidshare und Megaupload in die Knie. Es kam zu Entlassungen und Unternehmen wanderten ins Ausland ab. Rechteinhabern reichte es nicht, illegale Inhalte zu melden, die dann gelöscht wurden. Die Unternehmen sollen für die Urheberrechtsverstöße ihrer Anwender zahlen. "Die Massen illegaler Inhalte, die bei Sharehostern gespeichert sind, zwingen die Rechteinhaber dazu, einen enormen finanziellen Aufwand zu betreiben, um diese Inhalte selbst zu identifizieren und Löschungsaufforderungen an die Hoster rauszuschicken", so die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU).

Filehoster oder Videostreamingdienste können haben praktisch keine Möglichkeit zu überprüfen, ob der Anwender die Lizenz für das Material besitzt, das er hochladen und verbreiten will. Künftig kann die Film- und Musikindustrie Personen bezahlen, die illegale Inhalte hochladen, nur um dann die Konzerne verklagen und kassieren zu können.

Die Musik- und Filmindustrie kassiert mit der Urheberrechtsabgabe bereits mit jedem Rohling, jedem USB Stick, jeder Festplatte und jedem Drucker.

Abendpost hat bereits angekündigt, die Verlagseigenen Filehosting Unternehmen in Europa in Unternehmerfreundlichere EU-Ausland zu verlagern und die Stellen in Deutschland und Europa abzubauen. Viele werden nachziehen.

Grundsteuer-Reform: Milliarden-Konzerne wie DRK oder Kirchen zahlen weiterhin keine Grundsteuer

15.04.2019

Grundsteuer-Reform: Milliarden-Konzerne wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) oder Großgrundbesitzer wie die katholische Kirche (größter privater Grundbesitzer in Deutschland) werden auch weiterhin von der Grundsteuer befreit sein. Das erfuhr Abendpost aus Regierungskreisen. Der §3 des Grundsteuergesetz (Steuerbefreiung für Grundbesitz bestimmter Rechtsträger) soll nicht angetastet werden. Demnach bleiben z.B. DRK oder Kirchen befreit.

Bund vermietet 64.000 Wohnungen an Beamte

13.04.2019

Der Bund stockt die Zahl seiner Mietwohungen für Bundespolizisten und andere Beamten auf. Grund sei ein "Mangel an bezahlbarem Wohnraum". Nach Angaben des Bundesinnenministeriums werden aktuell rund 64.000 Wohnungen an Beamte und Bundespolizisten vermietet. Das sind rund 1.500 mehr Wohnungen als im August 2018. Das ging aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der GRUENEN Fraktion hervor. Warum die Staatsbediensteten, die wesentlich mehr als den Mindestlohn beziehen, nicht ganz normale Wohnungen anmieten, blieb offen.

Bundestagspolizei dekoriert eigenmächtig Abgeordneten-Büros um

12.04.2019

Der Bundestagsabgeordnete Michel Brandt (LINKE) hat eine Organklage gegen den Bundestag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, weil Beamte der Bundestagspolizei in seiner Abwesenheit seine Büroräume betreten und umdekoriert haben. Hintergrund war der Besuch des türkischen Diktators Recep Tayyip Erdogan im September 2018. Beamte der Bundestagspolizei stellten fest, dass an den Fenstern der drei Büroräume Brandts Ausdrucke von Fotos einer Kurdistan-Flagge wie auch ein Wimpen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG hingen.

An diesem Samstag, dem 29. September 2018, sei niemand in dem Büro gewesen. Die Polizei habe weder Brandt, noch seine Mitarbeiter und auch nicht den Sicherheitsbeauftragten der LINKEN versucht zu erreichen. Mit einem Zweitschlüssel betritten die Beamten die Räume und entfernten die Ausdrucke. Sie hinterließen einen Zettel, dass die Plakate bei einem routinemäßigen Kontrollgang entdeckt und abgenommen worden seien. Die Hausordnung verbiete das Anbringen solcher Plakate an Fenstern.

Die LINKS-Fraktion verlangte von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), als Besitzer der Hausrechts, Aufklärung. Die Bundestagsverwaltung rechtfertigte das eigenmächtige Eindringen und Umdekorieren damit, dass sich Erdogan-Anhänger sich durch die Plakate provozieren könnten und zu Aktionen gegen den Bundestag hinreißen ließen.

Der Bundestag bestätigte, "dass Beamte der Bundestagspolizei im September 2018 Fahnen beziehungsweise Wimpel von der Fassade unterhalb eins Fensters eines Abgeordnetenbüros entfernt haben". Nach Auffassung der Bundestagsverwaltung seien die Beamten dazu berechtigt gewesen.

Man stelle sich vor, der Vermieter dringt in Abwesenheit in die Wohnungen der Mieter ein und dekoriert einfach um?

https://de.sputniknews.com/politik/20190412324676017-karlsruhe-mdb-reicht-organklage-gegen-bundestag-ein/

Wikileaks-Gründer Assange in London festgenommen

11.04.2019

Es ist kaum sechs Wochen her, dass sich das Europaparlament mit dem Schutz von Whistleblowern beschäftigt hat (siehe 27.02.). Nun wurde Wikileaks-Gründer und Whistleblower Julian Assange in London verhaftet. Begründung: Ein britisches Gericht habe ihn für schuldig befunden, gegen seine Kautionsauflagen verstoßen zu haben. Dafür drohen ihm in Großbritannien dafür bis zwölf Monate Haft. Die britische Premierministerin Theresa May meinte, niemand stünde über dem Gesetz. Außenminister Jeremy Hunt twitterte, Assange sei kein Held.

Aus den USA liegt ein Auslieferungsgesuch vor. Eine Gerichtsanhörung ist für den 2. Mai vorgesehen. Die USA wirft ihm vor, mit Chelsia Manning das Passwort eines Pentagon-Computers geknackt zu haben. In den USA drohen ihm bis 5 Jahre Haft. Dennoch ist anzunehmen, dass sich die USA weitere Anklagepunkte ausdenken. Mittlerweile verkündete die USA, dass er nicht wegen Verrrat oder Spionage angeklagt werde, wenn Großbritannien ihn an die USA ausliefert. Damit droht ihm keine Todesstrafe.

https://www.welt.de/politik/ausland/article191738013/Julian-Assange-festgenommen-Wikileaks-Gruender-drohen-fuenf-Jahre-Haft.html
https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/wikileaks-gruender-wie-assange-zu-amerikas-staatsfeind-wurde-61198244.bild.html

CDU und SPD ignorieren Geschäftsordnung des Bundestages

11.04.2019

Die Geschäftsordnung des Bundestages regelt in § 2, dass jede Fraktion einen Bundestagsvizepräsident stellt. Seit dem Einzug der AfD blockiert SPD und CDU diese Punkt. Immer wieder blockiert das Regime aus CDU und SPD die Stellung des AfD Bundestagsvizepräsident — Nunmehr bereits der dritte Kandikat abgelehnt.

Grundsteuer-Reform: CDU für altes Chaos

10.04.2019

Die Grundsteuer-Reform von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ist ein Bürokratie-Monster. Wir haben berichtet. Nun besteht die CDU — und mit ihr Machthaberin Merkel — auf eine Länder-Öffnungsklausel, nach der jedes Bundesland die Grundsteuer selbst ausgestalten kann, je nachdem wie gierig ist es. Die SPD will an dem bundeseinheitlichen Bürokratie-Monster festhalten. Das schafft Arbeitsplätze in den Finanzämtern.....

Keine Ermittlung gegen Taxi-Korsos

10.04.2019

Seit Wochen berichten immer wieder Medien von Hochzeitskorsos, die Straßen lahmlegen, meist ausländische Hochzeitsgesellschaften. Die Polizei verfolgt diese wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und gar wegen Nötigung.

Die Organisation "Bundesverband Taxi und Mietwagen" (BZP) rief zu bundesweiten Rechtsbrechungen auf. Rund 4.000 Taxifahrer blockierten in Berlin und 30 anderen Städten erheblich den Verkehr. Damit wollen sie gegen die Zulassung der Konkurrenz wie Uber "demonstrieren". Seltsamerweise liest man in keiner Zeitung, ob diese "Demonstrationen" angemeldet waren oder ob es Ermittlungen wegen Verkehrsbehinderung oder gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr oder gar Nötigung gegeben hat... In Berlin stiegen teilweise Fahrgäste im Stau auf der Autobahn aus und legten die letzten Kilometer zum Flughafen zu Fuß zurück.

Kuhglockenstreit in Holzkirchen (Bayern) beendet

10.04.2019

Seit Jahren fühlt sich ein Ehepaar in Holzkirchen (Bayern) von Kuhglocken auf der Nachbarweide belästigt. Nun hat das Oberlandesgericht (OLG) München die Klage des Anwohners zurückgewiesen. Die Kühe dürfen weiter Kuhglocken tragen.

Abendpost hat berichtet, dass der Ehemann und später auch seine Ehefrau in getrennten Prozessen in erster Instanz gegen die Kuhglocken verloren. Der Mann zog nun in die zweite Instanz vor das OLG und verlor wieder.

SPD und CDU will Meisterbrief zurück

09.04.2019

Die Koalitionsfraktionen aus SPD und CDU wollen eine Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen. Der Meisterbrief im Handwerk sei "Garantie" für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz und Leistungsfähigkeit, so die SPD und CDU. "Wir möchten, dass das Gesetz zum 1.1.2020 in Kraft treten kann". Der Zentralverband des Handwerks fordert seit langem die Rückkehr zur Meisterpflicht.

Was soll dieser Unsinn? Der Meisterbrief ändert nichts an Pfusch am Bau. Die Forderung ist realitätsfern. Vielmehr will der Zentralverband des Handwerks die wegbrechenden Einnahmen zurück: Mit der Ausbildung zum Meisterbrief sind Einnahmen verbunden, die der Handwerkskammer zu gute kommen. Auch mit der Haltung und Ausbildung von Auszubildenden verdient die Handwerkskammer (bzw. IHK etc) viel Geld.

Nachrichten Ticker (Archiv): Aktuelle Nachrichten und Schlagzeilen

Aktuelle Nachrichten und Schlagzeilen im Newsticker (Nachrichten Ticker) 2019

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