Im Newsticker rund um den Tierschutz finden Sie aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt

Kein Bio-Siegel für Fleisch aus brutalen Schächtungen

26. Februar 2019

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass Fleisch von Tieren aus &ritueller Schlachtung" ohne Betäubung nicht als Biofleisch angeboten werden darf, weil die erforderlichen Tierschutzstandarts gegeben sind. Damit urteilte das Gericht gegen den Vorschlag des EU-Generalanwalt, der vorgeschlagen hatte, die Bio-Siegel bei halal erzeugtes Fleisch (Schächtung) zu belassen.

Geklagt hatte die französische Tierschutzorganisation "Hilfswerk für Schlachttiere", weil halal hergestellte Hacksteaks mit dem EU-Logo "ökologischer/biologischer Landbau" zertifiziert wurde. Die französischen Behörden weigerten sich, die zu ändern, deshalb musste der Europäische Gerichtshof entscheiden.

Beim rituellen Schlachten werden den Tieren ohne Betäubung bei vollem Bewußtsein die Kehle durchgeschnitten und sie qualvoll sterben gelassen. Minutenlang versuchen die Tiere aufzustehen und ihrem Peiniger zu entkommen. Diese Tierquälerei ist im Islam und Judentum die Regel.

Schleswig-Holstein stoppt internationale Tiertransporte

25. Februar 2019

Aufgrund öffentlicher Kritik um tierquälerische Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten hat Schleswig-Holstein einen vorläufigen Exportstopp verhängt. Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (GRUENE) gab einen zeitlich befristeten Erlass heraus. Danach dürfen in den kommenden vier Wochen keine Tiertransporte (Exporte ins Ausland) genehmigt werden.

Langstrecken-Tiertransporte sind seit Jahrzehnten extrem umstritten. Die Lobby der Tierquäler aber geht bei der Bauernpartei CDU ein und aus. Nun soll nach einer bundesweit einheitlichen Bewertung gesucht werden. In Bayern gilt bereits ein Moratorium.

Bauernpartei CDU verteidigt Tierquälerei

22. Januar 2019

Die Vorsitzende der Bauernpartei CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), verteidigte auf dem CSU-Parteitag die Tierquäler und verurteilte die Forderungen nach Fleischverbote und saubere Umwelt. Gleichfalls wetterte sie gegen die Deutsche Umwelthilfe, die Vegane Gesellschaft Deutschlands und die GRUENEN.

Vegane Gesellschaft fordert Musterklagen für Fleischverbote

18. Januar 2019

Nach Veröffentlichung der Studie zu Feinstaub des Max Planck Instituts fordert die Vegane Gesellschaft ein Verbot der Massentierhaltung. Mit den geforderten Musterklagen füt Fleischverbote entsprechend den Klagen für Fahrverbote wegen Feinstaub bekommt die Vegane Gesellschaft Unterstützung von der Deutschen Umwelthilfe.

Für die Vegane Gesellschaft Deutschland wären gerichtlich verfügte Fleischverbote nur konsequent. "Wer A sagt und gerichtliche Fahrverbote (wg. Feinstaub, Anm. d. Red.) durchsetzt, muss auch B sagen und Fleischverbote durchsetzen", betonte Christian Vagedes, Gründer und Vorsitzender der Veganen Gesellschaft Deutschland.

"Da der meiste Feinstaub aus der Massentierhaltung stammt, begrüßen wir Musterklagen, die die Verursacher-Betriebe dicht machen und den Beginn von Fleischverboten", so der Verband. "Alles andere wäre angesichts der Dieselfahrverbote unehrlich und insonsequent." Der Verein will deshalb auf die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zugehen, die die Fahrverbote durchgesetzt hat: "Wir erwarten von der DUH eine Antwort, ob wie jetzt auch gegen die Fleischindustrie klagt". Falls nicht, sei die Glaubwürdigkeit der Umwelthilfe komplett zerstört. "Dann zeigt sich, dass es der DUH nicht um die Umwelt geht." Die Massentierhaltung ist auch weltweit der größte Verursacher von klimaschädlichem CO2.

Der Zusammenhang zwischen Massentierhaltung und Feinstaubbelastung ist schon länger bekannt. Der Landkreis Cloppenburg, nicht gerade eine Großstadt, gehört zum Schweinegürtel in Niedersachsen mit zahlreichen Mastbetrieben. Hier liegen die Messwerte regelmäßig deutlich höher als in Großstädten wie z.B. Hannover. Gleiches gilt die von der Stadt Oldenburg kritisierte Messanlage, die trotz nicht fahrender Dieselautos hohe Feinstaubwerte gemessen hatte: "Weil der Feinstaub des Schweinegürtels aus dem Oldenburger Land regelmäßig in die Innenstadt zieht und dort die Luft belastet." so der Verband Vegane Gesellschaft.

Massentierhaltung größer Erzeuger von Feinstaub

17. Januar 2019

Nach einer Studie des Max-Planck-Institut für Chemie ist die Landwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung der Hauptverursacher der Feinstaubbelastung.

Rund 45% des Feinstaubs stammt aus der Landwirtschaft. Ammoniak-Ausgasungen aus Gülle der Massentierhaltung verbinden sich mit anderen Gasen und werden so zu Feinstaub.

Die Studie basiert auf rund 40 internationale Studien aus 16 Ländern.

Oxford-Studie: Weniger Fleisch bedeutet weniger Tote und bessere Umwelt

03. Januar 2019

Eine Studie der Oxford Martin School für das Weltwirtschaftsforum bestägt unsere Recherchen: Wer gesünder leben und dabei die Umwelt schützen will, sollte auf Fleisch verzichten. Ein Umstieg von etwa Rindfleisch auf alternative Eiweißquellen kann die Zahl der ernährungsbedingte Todesfälle weltweit um 2,4 Prozent senken. Die Rindfleischproduktion war im Jahr 2010 für 25 Prozent aller Treibhausemissionen aus dem Nahrungsbereich verantwortlich.

Für Vegeratische Wurst sterben mehr Tiere, deshalb NUR VEGAN

24. Dezember 2018

Veggie-Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie suggeriert eine umwelt- und tierfreundliche Ernährung. Doch dafür müssen mehr Tiere sterben als beim tierverachtenden Original. Viele Produkte bestehen aus Eiklar. Jeder kennt die Bilder, bei denen die 50 Millionen (pro Jahr) Ein-Tages-Küken bei lebendigem Leibe geschreddert werden oder die Zustände in den Legebatterien, von den Qualzüchtungen, damit sie Hüher mehr Eier legen ganz zu schweigen.

Zwar muss für die Veggie-Wurst kein Schwein vergast oder anders getötet werden, dafür aber umso mehr Hühner.

Fazit: Achten Sie beim Kauf auf das VEGAN Zeichen, nur so können Sie sicher sein, dass während des gesamten Herstellungsprozesses und die Inhaltsstoffe frei von tierischen Inhaltsstoffen sind.

Europäische Kampagne zur Pflichtkennzeichnung VEGAN oder VEGETARISCH

22. Dezember 2018

Wer sich heute vegan oder vegetarisch ernähren will hat es schwer. Eine gesetzliche Kennzeichnung gibt es nicht. Oft werden tierische Inhaltsstoffe einfach verschwiegen, denken wir nur an Wild im Chips oder Gelantine oder Fischblase bei der Klärung von Bier, Weinen oder Säften. Andere Hersteller verwenden Knochenleim zum Anbringen der Etiketten. Die Liste ist lang. Doch nun gibt es ein europaweite Kampagne, die eine europaweite Pflichtkennzeichnung erreichen will. Unterschreiben Sie noch heute unter → https://www.labelveg.eu/

Bereits der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras (um 570-500 v.Chr.) war der Meinung, dass sich der Mensch rein pflanzlich ernähren sollte.

Bauernverband: Vegetarische Steaks & Co Bezeichnungen verbieten

22. Dezember 2018

Die deutschen Bürokraten der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission haben sich neuen Unsinn ausgedacht: Die Bezeichnung "vegetarische Schnitzel" ist erlaubt, aber "vegetarische Salami" soll verboten werden. Künftig soll die Bezeichnung "vegetarisch" nur für "geschnittene Fleischstücke" (Schnitzel, Gulasch) erlaubt sein. Verboten werden soll sie für "gewachsene Fleischstücke" wie Schinken, Filet oder Steak. Und für "spezifische Wurstwagen" wie Salami oder Lyoner. Demnach muss es in Zukunft "nach Art Salami" oder "Typ Salami" heißen.

Die Bauern fordern: "Wo Fleisch drauf steht muss auch Fleisch drin sein". Doch leider steht es ja nicht überall drauf, wo tierische Inhaltsstoffe verwendet werden!

Der Bürger schüttelt nur den Kopf, vor soviel Dummheit. Begriffe wie VEGAN oder VEGETARISCH besagt alles, dass sollte auch für den geistig behinderten Bauern erkennbar sein.

Zwei Millionen Tierversuche in Deutschland

20. Dezember 2018

2017 wurden in Deutschland mehr als zwei Millionen Tiere für Tierversuche verwendet. Fast 740.000 Tiere wurden dabei getötet.

Am meisten wurden Mäuse als Versuchstiere eingesetzt — insgesamt 1,37 Millionen Tiere. Gefolgt von Ratten (255.000) und Fische (240.000), aber auch Hunde (3.300) und Katzen (718).

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind dabei die Zahl der verwendeten Affen drastisch gestiegen: 3.472 Tiere gegenüber 2.462 Tiere 2016. Gerade bei Tierversuchen an Affen gibt es eine Reihe von unseriösen Forschern, denen immer wieder Tierversuche erlaubt werden.

50 Prozent mussten für Grundlagenforschung leiden oder ihr Leben lassen. Bei 27 Prozent ging es um die Herstellung oder Überprüfung von Medikamenten.

Rund 740.000 Tiere wurden direkt ohne vorherige Tests getötet, weil die Nutzung von Organen oder Zellmaterial im Vordergrund stand.

Tierversuche gehören verboten, denn sie können selten auf den Menschen übertragen werden.

Lebensmittelbetriebe klagen gegen Kontrolleure

12. Dezember 2018

Sechs große Lebensmittelbetriebe haben in erster Instanz am Verwaltungsgericht Regensburg erfolgreich dagegen geklagt, von Bayerns neuer Kontrollbehörde ("Bayrische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen", KBLV) überprüft zu werden. SPD und GRUENE kritisieren die Staatsregierung und fordern die Zuständigkeit der Behörde präziser zu formulieren.

Die klagenden Lebensmittelbetriebe sind allerdings keine Unbekannte. Nach Informationen des Bayrischen Rundfunks (BR) gehören unter anderem zwei große Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren zu den Klägern: Der Betrieb "Donautal Geflügelspezialitäten" im niederbayrischen Bogen, der zur Unternehmensguppe Wiesenhof gehört. Ein anderer Kläger sei ein Betrieb der Wolf-Firmengruppe aus dem oberpfälzischen Schwandorf.

Lebensmittelkontrolleure waren in der Vergangenheit oft überfordert, zum Beispiel im Skandal um "Bayern-Ei". Bayern will nun in Revision gehen.

Deutscher Koch bietet Dachs-Ravioli an

09. Dezember 2018

Im Berliner BARKAN' KITCHEN in Berlin-Kreuzberg pr&aum;sentiert Inhaber Frederik Jagla seit neustem Dachs-Ravioli. Gewissenlos gesteht er offen, er arbeite mit dem Jägerkollektiv zusammen: "Die Tiere werden sowieso geschossen, um die Population zu regulieren. Alles offiziell und legal.". Er will auch weiterhin Fleisch von Tieren in seinem Restaurant anbieten: Fast habe er Waschbärfleisch anbieten können, "doch die Jäger haben keinen erlegt". Alleine Waschbären werden bundesweit mehr als 100.000 Tiere pro Jahr erschossen. Die Tierschutzorganisation PETA spricht dem Bürger aus der Seele: "Pervers".

Wussten Sie, dass Bananen nicht Vegan sind?

5. Dezember 2018

Die Debatte um Versteckte Tiere in Inhaltsstoffen ist immer noch ein Thema. Wußten Sie zum Beispiel, dass Bananen mit dem Insektizid Chitosan behandelt werden, die zum Großteil aus Garnelenpanzern besteht? Bio-Bananen dagegen sind frei von Pestiziden. Auch bei industriell hergestellte Backwaren finden sich oft L-Cystein, das aus Schweineborsten, Vogelfedern oder menschlichen Haaren gewonnen werden. foodwatch entdeckte bei einem Marktcheck, dass bei gut ein Drittel aller klaren Apfelsäfte und -schorlen zum Klären Gelantine (aus Knochenmark) verwendet wird. Viele Biersorgen werden zur Klärung der Hefe durch eine Fischblase gefiltert.

Verbraucher fordern schon lange eine rechtsverbindliche Angabe wie VEGAN oder VEGETARISCH, dass den gesamten Produktionsprozess berücksichtigt incl. der Verpackung, wenn z.B. Knochenleim zum Anbringen der Etiketten verwendet wird.

Zebra-Steak bei NETTO, Känguru bei ALDI

3. Dezember 2018

Der Discounter NETTO (gehört zu 85% Edeka und zu 15% Tengelmann) bietet in seinem neusten Prospekt (3. bis 8.12.2018) Zebra-Steak an. Auf der Verpackung findet sich der Warnhinweis: "Auf mögliche Rückstände von Geschossteilen achten". Gegenüber bento teile Netto mit, dass das Fleisch aus Südafrika importiert worden sei.

Hersteller zeichnet die Firma "DAM Damien de Jong", der sich auf exotische Wildtiere spezialisiert hat. Neben Zebrafleisch bietet der Hersteller unter anderem Krokodil, Schlange und Känguru. Unklar bleibt allerdings, ob die Tiere aus einem Zuchtbetrieb stammen oder in freier Wildbahn gejagt und erschossen wurden.

Die Aktion hat einen wahren Shit-Storm in den Sozialen Netzwerken ausgelöst. Ein Nutzer auf Twitter: "Zebras gehören in die Serengeti und nicht in die Tiefkühltruhe." In Südafrika findet sich Zebra oft auf Speisekarten wie hier Hirsch oder Hase.

Fragwürdig ist die Einstellung der Tierschutzorganisation WWF. Roland Gramling meinte gegenüber der Rheinischen Post, dass er beim Konsum von Zebrafleisch nichts grundsätzlich verwerfliches finde. Offenbar findet es der WWF normal, dass Menschen Leichenteile von Tieren essen...

In der Vergangenheit hatte auch ALDI fragwürdige Artikel im Sortiment wie Kängurufleisch oder Straußenfleisch.

China lockert Handel mit Tigerknochen und Nashornhorn doch nicht

14. November 2018

Nach heftigen Protesten weltweit will China nun den Handel und die Nutzung von Tigerknochen und Nashorn-Horn nun doch vorerst nicht lockern. Das bestätigte Staatsratsmitglied Ding Xuedong. Damit bleibt der Handel mit Tigern, Nashörnern und ihren Körperteilen sowie deren Nutzung für medizische Zwecke weiterhin streng verboten.

GroKo verschiebt Verbot von Ferkelkastration ohne Betäubung

4. November 2018

Die Große Koalition hat — auch nach heftigen Protesten — das geplante Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um vermutlich zwei Jahre verschoben. Grund nannte die Bauernpartei CDU: "Ein Verbot würde viele Sauenhalter zur Aufgabe zwingen.". Die GRUNEN kritisierten das Vorgehen: Die GroKo sei der "Alptraum" der Tiere. Erinnern wir uns: Die GRUENEN waren gegen ein Verbot des Schächtens in Deutschland. Die SPD wehrte sich zuerst gegen gegen die Verlängerung, stimmte dann aber — wie immer — zu.

Die Jungtiere werden wenige Wochen nach der Geburt bislang bei der Kastration von dem Bauern auf ein Gestell gespannt und ihnen ohne Betäubung die Hoden abgeschnitten. Die Ferkel schrauen und quiken vor Schmerzen bei dieser Tortur. In Deutschland werden so rund 20 Millionen Ferkel kastriert.

Protestiert hatte ein Bündnis aus neun Verbänden, darunter Greenpeace, die Verbraucherzentrale Bundesverband und der Deutsche Tierschutzbund. Das Verbot war vor von der GroKo vor für Jahren beschlossen werden.

Die Bundesregierung schlug auch vor, den Schweinemastbetrieben die Erlaubnis zur Betäunung mit Isofluran zu geben. die Tierärztliche Hochschule Hannover kritsierte den Vorschlag, denn der Vorgang der Narkose sei sehr anspruchsvoll und nicht von tierärzlichen Laien durchzuführen. Es kann zu Nebenwirkungen und Zwischenfällen bis zum Tod des Ferkels kommen.

Jäger stirbt nach Verzeht von Eichhörnchenhirn

16. Oktober 2018

In New York ist ein Jäger an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gestorben. Die Ärzte vermuten, dass er sich beim Essen von Eichhörnchenhirn mit der tödlichen Krankheit infiziert hat.

Bekannt wurde die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit vor Jahren, nachdem in Großbritannien viele Menschen Fleisch von Kühen mit Rinderwahnsinn (BSE) gegessen hatten. Die Erreger der Krankheit zerstören das Gehirn, dass ich dann auflöst.

Frankreichs Tierzüchter warnen vor militanten Tierschützern und Veganern

29. September 2018

Die Verbände der Nutztier- und Schweinezüchter in Frankreich warnen nach einem Brand eines Schlachthauses vor einem "Bürgerkrieg" mit militanten Tierschützern und Veganern. In einem Brief an Staatschef Macron fragten die Frankreichs Fleischproduzenten, ob sie zu den Waffen greifen sollen, um ihre "Unternehmen, ihre Berufe und ihr Personal zu verteidigen". Immer wieder werden in Frankreich Metzgereien mit Kunst-Blut mit Parolen beschmiert.

Eltern in Hamburger Schule fordern Halal Qualfleisch

12. September 2018

An der Schuld Boenhoefferstraße in Billstedt forderten Eltern, dass die Schulkantine auch Halal-Qualfleisch anbieten solle. Schulsenator Ties Rabe (SPD) sprach dann ein Machtwort: "Einen Anspruch bestimmter Gruppen, ihre eigenen Speiseriten oder -vorschriften für das Schulessen durchzusetzen, gibt es nicht. Und wir werden ihm auch weiter entgegentreten". Mittlerweile wiedersprach der Elternbeirat der Schule, dass die Forderung vom Elternrat noch vom Vorsitzenden stamme.

"halal" ist ein Begriff aus dem Islam. Dabei werden Tieren ohne Betäubng die Halsschlagader durchgeschnitten und gewartet, bis sie vollständig ausgeblutet sind. Diese Art des Schachtens nennt man auch "schächten". Minutenlang versuchen die Tiere aufzustehen und ihrem Peiniger und ihren Qualen zu entkommen.

Berliner Kitas dürfen nicht nur veganes Essen anbieten

3. September 2018

Berlin. Kindertagesstätten in Berlin dürfen künftig nicht mehr nur veganes Essen anbieten, sondern müssen auch nicht-vegane Gerichte aus tierquälerischen Massentierhaltung anbieten. Das entschied der Berliner Senat. Er hält rein vegane Ernährung von Kindern und Jugendlichen für "ungeeignet".

Hintergrund ist die Milch- und Fleischindustrie, die sich in der umstrittenen → Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als Lobbyverein zusammengeschlossen haben.

Japanische Walfänger töten 177 Wale im Pazifik

23. August 2018

Japans Walfänger haben im Nordwestpazifik mehr als 170 Wale getötet. Dieses Jahr wurden 134 Sei- und 43 Zwergwale gejagt und getötet, wie das Fischereiministerium bekannt gab.

Japan bereibt den Walfang offiziell für die Wissenschaft. Trotz des seit 1986 geltenden weltweiten Walfangmoratoriums. Japan ist offen dafür ein, die kommerzielle Jagd auf Großwale wieder zu erlauben.

Auch wenn Japan wegen dem Walfang in der weltweiten Kritik steht, hindert das die EU nicht, mit Japan Freihandelsabkommen abzuschließen. Gleiches gilt bei Kanada und ihrer Robbenjagd.

Jeder zweite Schweinezüchter will aufgeben

21. August 2018

Einer Umfrage zufolge, will jeder zweite Schweinezüchter den Betrieb aufgeben. Doch die Umfrage ist mit Vorsicht zu genießen. Fleischproduzenten verwenden solche Umfragen gerne, um gesetzliche Auflagen zu lockern. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands zufolge sollen hohe gesetzliche Auflagen und mangelnde Planungssicherheit der Hauptgrund sein. der Deutsche Bauernverband dagegen kündigte an, die neuen Tierschutzauflagen würden die Preise für Schweinefleisch drastisch verteuern.

Niedersachsen erlaubt Schächten zum Opferfest

20. August 2018

Trotz heftiger Proteste erlaubte das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen die Schächtung einer dreistelligen Zahl von Tieren. Verantwortlich zeichnet Barbara Otte-Kinast (CDU).

Im Landtag beantragte die AfD das Verbot des Schächten von Tieren. Vertreter von FDP, SPD und GRUENE hingegen sehen das friedliche Miteinander der Religionen in Gefahr. Tierschutz hat dabei offenbar eine untergeordnete Rolle.

Im Islam und Judentum werden Tiere geschächtet. Dabei wird den Tieren bei vollem Bewußtsein die Kehle durchgeschnitten und gewartet, bis sie ausgeblutet und qualvoll gestorben sind. Die Tiere versuchen minutenlang aufzustehen und ihren Qualen zu entkommen. In Deutschland ist Schächten eigentlich verboten, weil es gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Allerdings erlaubt das Tierschutzgesetz Ausnahmen, wenn Regelungen von Religionsgemeinschaften das Schächten vorsehen. Der Import von diesen Qualfleisch z.B. aus der Türkei ist immer noch erlaubt. Tierschützer fordern schon lange ein Importverbot für halal-geschlachtetes Fleisch.

Tierverachtender Brauchtum im Spreewald

30. Juli 2018

In Burg im Speewald gibt es ein altes tierverachtendes sorbischer Brauchtum: dem Hahnrupfen. Dabei wird ein toter Hahn an einem festlich geschmückten Balken aufgehängt. Junge Männer zu Pferd versuchen dann, dem Hahn den Kopf abzureißen. Wem das gelingt, wird als König geehrt. Tierfreundlicher wird dagegen die Erntekönigin ermittelt: Das Mädchen, dass einen Jungegesellen am schnellsten auf einem Karren ins Ziel bringt, ist Siegerin.

Kritik an Jagdausbildung mit künstlichen Fuchsbau

26. Juli 2018

Im Lemgoer Ortsteil Voßheide, Kreis Lippe, kämpfen Tierschützer um die Schließung einer Schliefenanlage. Dort werden Jagdhunde für die Fuchsjagd abgerichtet. Die Füchse werden dort extrem gestresst. Die Hunde sollen dort lernen, Spur und Geruch des Fuchses zu verfolgen. Die Wildtiere werden nur durch ein Gitter vor den Hunden geschützt. Das Amtsgericht Lemgo urteilte (13.09.2018), dass dem 60-jährigen Mann kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz nachgewiesen werden konnte.

Pferde bleiben bei Karneval in Köln erlaubt

26. Juli 2018

Auch nach dem tragischen Unfall bleiben Pferde im Kölner Karneval erlaubt. Das gab der Präsident des Kölner Rosenmontagszug Christoph Kuckelkorn und Zugleiter Alexander Dieper bekannt. Tierschützer fordern schon lange ein Verbot von Pferden bei Karneval, sonstigen Umzügen oder Oktoberfest. Beim Kölner Rosenmontagsumzug gingen zwei Pferde durch, fünf Menschen wurden leicht verletzt. Positiv voran geht zum Beispiel der Rosenmontagsumzug in Düsseldorf, bei dem Pferdekutschen nicht mehr eingesetzt werden sollen.

CDU und FDP wollen Bauern und Tierquäler schützen

15. Mai 2018

Die CDU und FDP wollen in Niedersachsen und auf Bundesebene gegen Tierrechtsorganisationen wie PETA oder Animal Rights Watch vorgehen und ihnen die Steuervorteile streichen. Die CDU woll diese Organisationen, die regelmäßig in Ställe enbrechen und Bilder veröffentlichen, härter bestrafen.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) (links im Bild, Anm. d. Red.) kritisierte Peta: "Wir brauchen keine selbst ernannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert.". Es sei Aufgabe des Staates, LAndwirte zu belangen, die ihre Tiere schlecht halten.

FDP-Landtagsabgeordneter Hermann Grupe betont: "Die sind nicht gemeinnützig, die sind gemeingefährlich". Damit meinte er nicht die Bauern, sondern die Tierrechtsorganisationen.

Agrarminister Barbara Otte-Kinast (CDU) forderte, Tierschutzorgansationen strenger zu kontrollieren und ihnen die Gemeinnützigkeit zu entziehen, wenn diese illegal gefilmte Aufnahmen veröffentlichen.

Peta hatte im Zoo Hannover heimlich gefilmt, wie der Zoo Elefantenbabys quält, war aber vor Gericht gescheitert. Verurteilt wurde Peta wegen ihrer Kampagne "Der Holocast auf ihrem Teller" — damit wies die Tierrechtsorgansation auf die Vergasung von Schweinen hin.

MDR darf Aufnahmen von Tierquälerei zeigen

10. April 2018

Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte heimliche Filmaufnahmen in einem Beitrag über Hühnerhaltung für rechtens. Die Pressefreiheit wiege höher als das Ansehen des klagenenden Betreibers.

Geklagt hatte der Erzeugerzusammenschluss der Fürstenhof GmbH aus Mecklenburg-Vorpommern. Hintergrund war ein 2012 gesendeter Bericht des MDR in der Reihe ARD Exklusiv über Missstände in Bio-Hühnerställen. Die Filmaufnahmen zeigten Tiere mit wenigen Federn und verendete Tiere.

Was Sie über → Eier und Geflügel Wissen sollten.

EU erlaubt Zahlungen von Steuergelder an Landwirte bei Wolfsangriffe

24. Februar 2010

Die Europäische Kommission genehmigte am 24. Februar 2010 die Zahlung von Steuergelder an gewerbliche Nutztierhalter, sprich Landwirten, bei Wolfsangriffen.