Verbraucher, Verbraucherschutz, Verbrauchertäuschung, Betrug, Täuschung

May 23, 2019

Dreiecksbetrug bei ebay und Kleinanzeigen

Gebrauchte Sachen verkauft man heute nicht mehr auf dem Flohmarkt, sondern stellt sie Online bei ebay, ebay Kleinanzeigen oder einem der vielen Portale für Kleinanzeigen ein. Doch in letzter Zeit wurden immer mehr Käufer Opfer eines Dreiecksbetrug. Bei einem Dreiecksbetrug spielt der Betrüger Käufer und Verkäufer gegeneinander aus. Doch wie funktioniert das?

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Quelle: Computerbild

Sie stellen zum Beispiel ein iPhone zum Verkauf online. Der Betrüger kopiert das Inserat und stellt das gleiche IPhone zum gleichen Preis bei ebay Kleinanzeigen ein. Gleichzeitig gibt er sich als Interessent aus. Sie geben dem betrüger ihre Kontodaten oder Paypal Adresse. Nun wartet der Betrüger darauf, das sich jemand auf seine Kleinanzeige meldet. Der Käufer erhält dann die Kontodaten von Ihnen. Der Käufer überweist das Geld an Sie (den Verkäufer). Sie schicken die Ware nun an die Adresse des Betrügers. Wenn sich der Käufer nach einiger Zeit dann meldet, er habe keine Ware erhalten (oder vielleicht über Paypal sein Geld zurückholt), ist der Betrüger natürlich längst untergetaucht oder es ist die Adresse einer leerstehenden Wohnung mit gefälschtem Briefkastenschild.

Das funktioniert auch mit dem Abholtrick: Hier will der Betrüger unbedingt per Paypal bezahlen. Er überweist die Summe und schlägt vor, das ein Bekannter die Ware abholt. Ist die Ware abgeholt, behauptet der Betrüger, die Ware nie erhalten zu haben und holt sein Geld über Paypal zurück.

Diese Betrugsmaschen sind keine Einzelfälle und leider immer häufiger anzutreffen. Also Vorsicht.

Bewertungsportale

Im Internet finden sich eine Reihe von Bewertungsportale von Anwalt.de, Jameda.de bis Docinsider, auf denen der Verbraucher seine Erfahrungen anderen mitteilen kann. Doch die Bewertungen sind mit Vorsicht zu genießen, denn fast alle Portale bieten dem zu bewertenden eine Möglichkeit, eine negative Bewertung zu löschen.

Beispiel Arzt Bewertungsportal Jameda.de: Hier werden negative Bewertungen von Ärzten gelöscht, weil sie angeblich Tatsachenbehauptungen enthalten. Seltsamerweise haben genau diese Ärzte fast ausschließlich positive Bewertungen. Außerdem haben solche Ärzte meist ein Jameda "Gold"-Siegel, was 780 Euro im Jahr kostet. Dafür wirbt Jameda damit, haben solche Ärzte Möglichkeiten wie den "verantwortungsvollen Umgang mit Patientenmeinungen". Jameda meinte dazu, das die Meldung eines Arztes, in dem eine beschriebene Tatsache als unwahr behauptet wird, gesetzlich gelöscht werden müsse.

Ähnlich verhält es sich mit der Anwaltsbewertung auf Anwalt.de und vielen anderen Bewertungsportalen auch.

—lw—