May 23, 2019

Die Tafel ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation in Deutschland, die — überwiegend abgelaufene oder nicht verkaufbare — Lebensmittel an Bedürftige verteilt oder gegen geringen Entgelt verkauft.

Am 22. Februar 1993 eröffnete der Verein "Initiativgruppe Berliner Frauen" in Berlin die erste Tafel. Bundesweit folgen weitere Tafeln. 1994 eröffneten Tafeln in Hamburg, München und Neumünster. Kurz darauf gründet sich der Dachverband Tafeln Deutschland e.V.. Mittlerweile gibt es auch Kindertafeln.

Seit 2015 folgte die 100%-ige Tochter "Tafel-Akademie gGmbH". Sie "hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ehrenamtliche für ihr Engagement zu qualifizieren und zu stärken". Nach eigenen Angaben unterstützt sie auch Forschungen zur Bedürftigkeit.

Heute betreiben 937 Tafeln über 2.000 Essensausgabestellen in Deutschland mit rund 1,5 Millionen Kunden. Die Obdachlosenhilfe — der eigentliche Grundgedanke der Tafeln — ist mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Mittlerweile finanzieren Tausende von Unternehmen die Tafeln mit Spenden.

Der Dachverband beschäftigt inzwischen 14 hauptamtliche Mitarbeiter. Für die Tafeln "arbeiten" über 60.000 Ehrenamtliche und staatlich subventionierte Ein-Euro-Jobber. Bundesweit besitzen die Tafeln etwa 2.000 Fahrzeuge.

Tafeln ein Millionengeschäft

Schaut man sich die Bilanzen der Tafel Deutschland an, fällt auf: Es geht um Millionen von Euro. Alleine 2015 wurden an reinen Geldspenden über 2,2 Millionen Euro eingenommen, 2016 waren es schon über 2,7 Millionen Euro. Auch der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten ist von rund 4,57 Millionen (2015) auf 4,82 Millionen (2016) gestiegen. In der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich für 2016 "Zuschüsse aus öffentlicher Hand" über 80.000 Euro nach rund 700.000 Euro (2015). 2015 und 2016 zahlte sich der Dachverband an Löhnen und Gehälter rund 600.000 Euro pro Jahr (inkl. Sozialabgaben).

Tiertafeln in Deutschland

Die Tafeln in Deutschland sind nicht mit den Tiertafeln Deutschland e.V. zu verwechseln, denn dabei handelt es sich um zwei ganz verschiedene Organisationen. Die Tiertafel distanziert sich ausdrücklich von dem Geschäftsgebaren der Tafeln: "Noch Geld von denen zu verlangen, die sowieso nichts haben, ist schon ziemlich unverfroren", so die Tiertafel Deutschland e.V.

Kritik an den Tafeln

Die Tafeln sehen sich selbst gerne als "Mahner" und verweisen auf die Verantwortung der Politik. Die Tafeln sammeln Spenden, während Ehrenamtliche und 1-Euro-Jobber*innen bei Händlern kostenlose Lebensmittel einsammeln, die dann an die Bedürftigen verkauft werden.

Die Berliner Tafel rechtfertigt die Kritik um die Beschäftigung von 1-Euro-Jobber: "Viele Arbeitslose berichten, dass sie über eine Beschäftigungsmaßnahme wieder Struktur in ihren Alltag bekommen haben, sich wieder gebraucht fühlten, neues Selbstbewusstsein (...) bekamen". Was hat der denn geschluckt, wird mancher fragen. Welcher 1-Euro-Jobber "arbeitet" denn freiwillig bei der Tafel?

Um wieviele 1-Euro-Jobber es bei der Tafel-Bewegung bundesweit geht, schweigt sich der Dachverband aus.

Über die Gehälter der einzelnen Tafel-Chefs schweigt man sich aus. Außer auf der Homepage des Bundesverbandes Tafel Deutschland e.V., finden sich auf keiner einzigen Tafel-Homepage Angaben wie eine Gewinn-Verlustrechnung oder Angaben über Gehälter der Geschäftsführer, Verwendung der Spenden, etc. — Transparenz geht anders.

Zahlreiche Tafeln erhalten beträchtliche Zuschüsse von Kommunen. 2015 waren das rund 700.000 Euro. Einige Tafeln erhalten Zwangsspenden durch Bußgelder aus Strafverfahren, bei denen Straffällige an gemeinnützige Vereine spenden müssen.

Die kostenlos erhaltenen Lebensmitteln verkaufen die Tafeln für teilweise 2-3 Euro pro Besuch. Nehmen wir durchschnittlich nur 100 Personen pro Essensausgabe und Woche an, sind das 300 Euro am Tag. Rechnet man vorsichtig mit nur einer Ausgabe pro Woche, kann man die Zahl mal vier nehmen, um auf einen Monatseinkommen von mindestens 1.200 Euro zu kommen.

Einzige Ausgaben sind die Unterhaltskosten der Fahrzeuge und Spritkosten, die durch die Spenden abgedeckt werden müssen. Räumlichkeiten werden meist von der Stadt oder Firmen bereitgestellt.

Schaut man sich die "Hauptpartner" des Bundesverband der Tafeln an, findet sich Mercedes Benz, der bereits 1998 eine Spende von 100 Vito-Transporter übergab. "Im Rahmen des Fahrzeuge-Sponsorings übernimmt Mercedes Benz seitdem rund die Hälfte des Listenpreises für Neufahrzeuge. Rund 850 Transporter konnten so schon an die Tafeln übergeben werden."

Als Förderer findet sich auch der ADAC, der den Tafeln einen kostenlosen Fuhrparkschutzbrief mit Pannenhilfe zur Verfügung stellt, wie auch kostenlose Verkehrsrechtsschutzversicherung für Tafel-Transporter.

2012 machte der Fall des Bäckers Roland Ermer aus Sachsen Schlagzeilen, weil das Finanzamt von ihm Tausende Euro Steuern haben, weil er Brot- und Gebäckreste an die Tafeln gespendet hatte. Der Bäcker musste rückwirkend rund 5.500 Euro an das Finanzamt zahlen. Das Finanzamt beschuldigte ihn des Schwarzspendens und beruft sich auf § 3 des Umsatzsteuergesetzes. Demnach sind auch bei Lebensmittel-Geschenke die Herstellungskosten zu versteuern. Auf die Zutaten wie Mehl, Butter oder Hefe zahlt der Bäcker eine Umsatzsteuer, die im Nachhinein wieder geltend gemacht werden. Wenn er die Produkte aber verschenkt, gilt dieser Vorsteuerabzug nicht. "Wenn ich das Essen wegwerfe, dann muss ich gar nichts bezahlen", empört sich Bäcker Ermer. Experten raten, die Waren für den symbolischen Wert von einem Euro zu verkaufen. Damit fällt die fragliche Spendensteuer nicht an.

"Von der Steuerverwaltung wird es aus Billigkeitsgründen nicht beanstandet, wenn bei der unentgeltlichen Abgabe von Lebensmitteln kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums oder der Verkaufsfähigkeit als Frischware, die aus mildtätigen Zwecken erfolgt, von einer Umsatzbesteuerung abgesehen wird. Voraussetzung hierfür ist, dass eine Zuwendungsbestätigung für Spendenzwecke nicht ausgestellt wird", heißt es bei Wikipedia.

Sieht man die Spender an, fällt auf, das gerade Personengruppen wie Landwirte, die staatliche Subventionen in Milliardenhöhe erhalten, z.B. der Bauernverband nicht verteten sind. Weiter fällt auf, das Kirchen nur die gesammelte Kollekten spenden, aber nicht selbst spenden. Bei Tafeln, bei denen die Kirchen selbst Träger sind, werden keine Daten veröffentlicht.

2015 erhielt die Seelower Tafel von der Stadt 1.500 Euro. "Man müsste schon genauer wissen, wofür das Geld nötig ist", wollte Daniel Münch (SPD) wissen. Bürgermeister Jörg Schröder wies darauf hin, dass die Tafel die Räume der Seelower Wohnungsbaugesellschaft, eine 100-prozentige Tochter der Stadt, mietfrei nutze. Damit spare die Tafel rund 6.000 Euro pro Jahr.

Auch die Freiberger SPD-Stadtratsfraktion spendete im April 2017 ganze 270 Euro an die Freiberger Tafel. Die freiberger Tafel kassiert unterdessen 5 Euro pro Einkauf für eine ganze Familie. Die SPD führte Hartz-IV bundesweit ein.

Immer wieder geraten Tafeln in die Kritik wegen fehlender Transparenz, die teilweise bereits die Staatsanwaltschaft beschäftigte.

Die niederländische Journalistin und Autorin Linda Polman kritisiert die Arbeit der sogenannten "Wohltätigkeitsorganisationen" wie Oxfam & Co.: "Diese Leute fliegen in die ärmsten Länder, mieten die größten Villen, lassen sich in den dicksten Autos rumfahren, essen in den teuersten Restaurante." Die Autorin hat drei Bücher über das Milliardengeschäft und die Machenschaften dieser Konzerne geschrieben (z.B. "Die Mitleidsindustrie").

Auch gibt es Konkurrenzkampf unter den Tafeln. 2013 wollte sich Karlheinz Eichers mit seiner kostenlosen Essensausgabe in Voerde-Friedrichsfeld der Tafel anschließen. Obwohl es die einzige Essensausgabe in Voerde, lehnte die Tafel Wesel ab. Horst Maiß, Vorsitzender der Tafel Wesel, empfand die Gründung von Eichers Verein "als Konkurrenz" und das mag die Tafel gar nicht: "Dadurch fallen für uns Geschäfte weg." Deshalb habe sich die Tafel Wesel mit Heinz Fischer, Vorsitzender der Dinslaker Tafel, gegen die Gründung einer Voerder Tafel ausgesprochen. Daher lehnte der Bundesverband Deutsche Tafeln in Berlin die Gründung ab: "Eine Lücke in der Versorgung von Hilfesuchenden durch die Tafel ist in Voerde nicht erkennbar". Eicher nannte seine kostenlose Essensausgabe "Fair Teiler", die sich mittlerweile auf mehr als drei Dutzend Mitglieder starken Verein "Bürger helfen Bürger Voerde e.V." (BHB). Die Tafeln in Dinslaken und Wesen verlangen pro Besuch 2 Euro, wie es der Bundesverband der Tafeln vorgibt. Damit nimmt kassiert die Dinslaker Tafel rund 15.000 Euro pro Jahr. In Dinslaken werden Lebensmittel nur nach Termin verteilt. Wer einmal fehlt und sich nicht abgemeldet hat, bekommt eine Wochen Hausverbot...

2018 machte die Essener Tafel Schlagzeilen, weil sie kurzzeitig keine Lebensmittel an Flüchtlinge und Zuwanderern ausgegeben hatte. Der Anteil an Flüchtlingen und Zuwanderern lag zuletzt bei 75 Prozent. Das Auftreten gegenüber ältere Menschen war aggressiv. "Wenn wir morgens die Tür aufgeschlossen haben, gab es Geschubse und Gedrängel ohne Rücksicht auf die Oma in der Schlange", sagte der Tafel-Chef.

Veruntreuung bei der den Tafeln

Beispiel die Tafel Dresden. Die BILD berichtete, dass der Tafelchef immer wieder in die Kasse griff. Die ehemalige Buchhalterin ging an die Öffentlichkeit und wurde gefeuert: "Hinter seiner Freundlichkeit verbirgt sich eine berechnende Person, die sich selbst Spendengelder zuschanzte und die Spuren verwischt."

Bei der Tafel Herford veruntreute ein Mitarbeiter ebenfalls Geld. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

2017 deckte eine RTL Undercover-Reportage auf, dass sich ehrenamtliche Mitarbeiter die Spenden vorab aussortieren und die besten Stücke gleich tütenweise selbst sichern. Auf Nachfrage bestätigte die betreffende Tafel, dass viele Mitarbeiter nur am ersten Tag kämen, um Waren gezielt abzugreifen. Man habe "Untersuchungen eingeleitet" und Strafanzeige gestellt, heißt es in einer Stellungsnahme der Tafel.

Betrugsmasche: Spendensammler für die Tafel

In den vergangenen Jahren wurden immer wieder von falschen Spendensammlern gewarnt, die sich als Tafel-Mitarbeiter ausgaben und angeblich für die Tafeln Spende sammeln wollen.

Spendensammler erhalten Provision

Konzerne wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wirbt seine Mitglieder nicht mehr selbst. Oder sammelt die Spenden von Straßensammlungen selbst ein. Dazu werden sogenannte Fundraising-Agentur engagiert — Externe Spendensammler, die pro geworbenem Mitglied oder Spende eine Provision erhalten. Dazu gehen die Profiwerber in Kleidung und mit Ausweisen der jeweiligen Organisation auf Mitgliederfang oder Spendenjagd.

Fundraising-Agentur Wesser gibt an, sie habe allein für das Deutsche Rote Kreuz 2,5 Millionen Mitglieder geworben. Darüber hinaus rund 300.000 Mitglieder für den Naturschutzbund (NABU) und 170.000 für den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Stefan Loipfinger von Charity Watch, Autor von "Die Spenden-Mafia", beobachtet die Machenschaften dieser Konzerne. Loipfinger ist einer der ganz wenigen Experten im Spenden-Dschungel, in dem sich Tausende Firmen und Vereine tummeln.

Nicht selten geben die Spenden- oder Mitgliederjäger Projekte wie Sammlungen für Kinderheime oder ähnliches vor, um Spenden oder Mitglieder zu erhalten. Die Firmen sind sehr einfallsreich. Dennoch haben Konzerne wie das DRK immer noch das DZI Spendensiegel, obwohl es gegen die Regeln verstößt.

→ http://www.charitywatch.de
→ https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Miese-Tricks-Mitgliederfang-bei-DRK-Co,mitgliederfang101.html

Tafel-Kritiker Stefan Selke

Der prominenteste Kritiker der Tafel-Bewegung ist Professor Dr. Stefan Selke. Der Soziologe von der Fakultät Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft, leitet das Lehrgebiet "Gesellschaftlicher Wandel" an der Hochschule Furtwangen und Mitbegründer des "Kritischen Aktionsbündnises 20 Jahre Tafeln" sowie der "Forschungsgruppe Tafeln". Selke hatte selbst in einer Tafel mitgearbeitet und beschäftigt sich seit mehreren Jahren wissenschaftlich mit dem Thema.

Internet: → http://aktionsbuendnis20.de

Im Armutsbericht von Rheinland-Pfalz wird Hartz IV als "staatlich verordnete Unterversorgung" bezeichnet. Selke dazu: "Bedenklich ist für mich die Kopplung sozialstaatlicher Agenturen und der Freiwilligenagenturen. Konkret: Menschen, die Hartz beziehen, werden von Jobcentern an die Tafel verwiesen. Bei Kürzungen ebenso."

Der Tafel Konzern ein gewerblicher Betrieb

Die Wuppertaler Tafel darf kein warmes Essen mehr an den Kinderschutzbund und weitere Organisationen liefern. Grund: Die Tafel ist zu mächtig geworden. Eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2004 besagt, dass Organisationen, die mehr als ein Drittel ihrer warmen Mahlzeiten an andere Einrichtungen liefern, als gewerblicher Betrieb gelten. Damit unterliegen sie der Zulassungspflicht, daher auch Hygienevorschriften einhalten müssen und auch bauliche Maßnahmen, ausführliche Dokumentation, Proben von Speisen zur Lebensmittelsicherheit und ähnliche Auflagen erfüllen. Der Vorsitzende der Wuppertaler Tafel, Wolfgang Nielsen: "Da sind die Vorschriften noch härter, das kann eine Tafel nicht leisten". Der Kinderschutzbund im Ortsverband Wuppertal des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) verteilte das Essen kostenlos an bis zu 15 Kinder pro Tag. Künftig muss der Kinderschutzbund wohl selbst kochen. Zumindest ist der Ortsverein des Kinderschutzbund ehrlich und gibt zu, das er nicht nur von Spenden, sondern auch Zuschüsse von der Stadt bekommt. Weiter betreibt der Verein Kleiderläden, in denen gespendete Kleidung verkauft wird. In der Küche der Tafel Wuppertal arbeiten rund 80 Personen, aber nicht nur Ehrenamtliche, sondern auch Ein-Euro-Jobber.

Wie Kirchenkonzerne oder Rotes Kreuz (DRK) mit Tafeln Millionen machen

Etwa 40% der Tafeln sind eingetragene Vereine (e.V.). Die Mehrzahl der Tafeln (60%) sind in Trägerschaft verschiedener Konzerne wie Diakonie (Tochterunternehmen des Kirchenkonzern Evangelischen Kirche in Deutschland), Caritas (Tochterunternehmen des Kirchenkonzerns Katholischen Kirche in Deutschland), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Arbeiterwohlfahrt (AWO), Paritätischer Wohlfahrtsverband, usw.

Nun sind gerade die Konzerne wie das Deutsches Rotes Kreuz, die Evangelische Kirche in Deutschland oder die Katholische Kirche in Deutschland, nicht gerade für ihre Menschenfreundlichkeit bekannt, vielmehr investieren sie in Bereiche, in denen Subventionen und Spenden abzukassieren sind.

Der Konzern Deutsches Rote Kreuz (DRK)

Mit den ganzen → Skandalen des DRK Konzern könnte man Bücher füllen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat rund 600 Millionen Euro auf der hohen Kante, bei Blutspenden einen Marktanteil von 70 Prozent, bei Krankentransporten einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Das DRK macht mit kostenlosem Spenderblut hunderte von Millionen. Einen Liter Spenderblut verkauft das DRK für rund 270 Euro (2016). Blutspenden, die in Kriegsgebiete gehen, sind noch teurer. Dennoch ist das DRK als gemeinnütziger Verein anerkannt, mit allen Steuervorteilen, die sich daraus ergeben. Die dezentrale DRK-Organisation erschwert es selbst Fachleuten, die finanziellen Verhältnisse des verschachtelten Unternehmens zu ergründen.

Mit Altkleidersammlungen kommen weitere Gelder in die Kassen des DRK, denn gute Kleidung verkauft das Rote Kreuz in ihren DRK Kleiderkammern.

Die NDR-Dokumentation "Die Altkleider-Lüge" findet sich online unter:
→ https://www.youtube.com/watch?v=djXkFedpTrE

Die Konzerne Evangelische und Katholische Kirchen in Deutschland

Auch die beiden Konzerne Evangelische Kirche in Deutschland und die Katholische Kirche in Deutschland sind Global Player. Alleine in Deutschland kassieren die beiden Konzerne über → Kirchensteuer und Staatliche Zuwendungen rund 28 Milliarden Euro pro Jahr. Davon fließen nur 5 bis 10 Prozent in soziale Zwecke. Der Rest versickert in eigenen Geldbeutel.

Was kommt von den Spenden wirklich bei den Tafeln an?

Mit dem Hintergrundwissen fragt man sich, was von den Spenden wirklich bei den Tafeln ankommt? Spendet man für die Tafeln über die Diakonie, Caritas oder Rotes Kreuz, kommt bei den Tafeln, deren Träger die jeweiligen Konzerne sind, nur gerade das an, um die Tafel am Leben zu erhalten. Der Rest fließt in die eigene Taschen.

Dann spinnt man sich etwas für die Öffentlichkeit zusammen. Bei einer Tafeln in Trägerschaft liest sich dann etwa so: "Die Ostlippische Tafel wird von evangelischen und katholischen Kirchen und Verbänden im Bereich der fünf Kommunen (...) getragen." Später behauptet die Tafel: "Wir bekommen keine staatlichen Zuwendungen". Die Milliarden an Kirchensteuer und Subventionen fallen einfach unter den Tisch.

Auch der Caritasverband Hochrhein e.V. gibt die gespendeten Lebensmittel nicht kostenlos ab, sondern verkauft diese in ihrem "Tafelladen". Sogenannte Tafelläden gibt es immer mehr.

Evangelischer Kirchenkonzern Diakonie schickt AfD Spende zurück

Im Dezember 2017 spendete der Bundestagsabgeordnete Anton Friesen (AfD) eine 100-Euro-Spende an die Sonnenberger Tafel. Die Diakonie, eine Tochterfirma des Kirchenkonzerns Evangelische Kirche, schickte die Spende zurück. Gleich sechs Chefs unterschreiben: "Das Menschenbild von Diakonie und Kirche ist mit dem der AfD nicht vereinbar und wir möchten uns klar davon abgrenzen." Die AfD steht für die Abschaffung der Kirchensteuer.

Peter Hahne, TV-Moderator, Bestellerauto und 18 Jahre Mitglied des EKD-Rates, bringt die scheinheiligkeit der Evangelischen Kirche auf den Punkt: "Konsequenten Kirchen werden jetzt sicher auch alle Liste durchforsten, um die Kirchensteuer der AfD-Funktionäre und der über 6 Millionen AfD-Wähler zurückzuzahlen. Die AfD kann sich über dieses Weihnachtsgeschenk kostenloser Wahlkampfhilfe nur freuen!"

Evangelische Kirche kündigt Tafeln die Räume

Neukirchen-Vluyn. 2016 kündigte die evangelische Gemeinde in Neukirchen-Vluyn der Tafel die Räume, weil man das Gebäude samt Kirche abreißen wollte, um das Land für eine Wohnbebauung zu vermarken. Die Räume der evangelischen Kirche durfte die Tafel mietfrei nutzen. Von der Stadt erhält die Tafel jährlich 3.000 Euro als Betriebskostenzuschuss aus Steuergeldern. Die Kirche kassierte Nebenkosten von 4.800 Euro. Das brachte die 2003 gegründete Tafel in Neukirchen-Vluyn in Probleme.

Fazit

Die Tafel-Bewegung ist zu einem Millionengeschäft geworden. Längst sind Großkonzerne wie das DRK oder die Kirchenkonzerne wie die Evangelische Kirche in Deutschland und Katholische Kirchen in Deutschland in den Millionenmarkt eingestiegen. Der Gesetzgeber ist hier gefordert. Es gibt in Deutschland kein qualifizierte Behörde, die den Spendensektor kritisch überwacht. Das DZI-Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen hat keinerlei Aussagekraft, solange Konzerne wie das DRK dieses auch erhalten.

→ Die staatliche Anerkennung auf Gemeinnützigkeit ist veraltet, solange deine Behörde manche Kirchen den Kirchenstatus zuspricht, anderen hingegen verweigert (z. B. die Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters). Die Steuerfreiheit sollte für alle Vereine und Firmen (gGmbH) aufgehoben werden. Was unterscheidet das Geschäft mit Blutspenden mit der Autowerkstatt um die Ecke?

→ Millionen Beamte und Angestellte verwalten Millionen von Hartz-IV-Bezieher. Sie werden in sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen geschickt und mit Sanktionen dransaliert. Würde man Beamte und Politiker wie normale Steuerzahler behandeln (Steuern, gesetzliche Krankenkasse, gesetzliche Rentenversicherung, kein Ruhegehalt, keine Pensionen, Bezahlung nach Mindestlohn), wären Gelder für die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze da.

→ Flüchtlinge sollten natürlich Hilfe erhalten, aber Asylbewerber eigene Wohnungen etc. zu bieten, stellt sie über den deutschen Steuerzahler.

Solange sich Beamte und Poltiker mit Pensionen, Ruhegehällter, etc. auf Kosten des Steuerzahlers die Taschen füllen, wird sich auch der Hartz-IV-Satz ändern.

Betreiber von Biogasanlagen zahlen mittlerweile gute Vergütungen für verdorbene Lebensmitteln, aus denen dann Strom erzeugt werden.

—pp—