July 23, 2019

Das Fernsehen gaukelt uns jeden Tag eine heile Welt vor. Doch die Realität sieht anders aus. Tag für Tag erleiden Millionen Tiere einen qualvollen Tod durch Jäger, Angler oder in Gruppen zusammengerottete Schlächter.

Walfang in Japan und Färöern Inseln

Im Sommer 2017 protestierte die EU bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) gegen die neue japanischen Fanggenehmigungen im Nordpazifik. In einem von der EU-Kommission veröffentlichten Schreiben, zeigt sich die EU enttäuscht, dass die Regierung in Tokio solche Genehmigungen erteilt habe, vebor das wissenschaftliche Komitee der IWC seine Untersuchungen über das Walprogramm abgeschlossen hatte. Japan wird seit langem vorgeworfen, unter dem Vorwand der Forschung kommerziellen Walfang zu betreiben, der seit 1986 verboten ist. Trotz der Proteste besiegelte die Europäische Union (EU) mit Japan Ende 2017 das Freihandelsabkommen JAFTA.

Nun ist Japan bekannt für seinen Walfang, der durch den japanischen Staat mit mehr als 10 Millionen Dollar subventioniert wird.

Obwohl der kommerzielle Walfang international verboten ist, macht Japan weiter Jagd auf Wale — angeblich zu Forschungszwecke. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag, das höchste Uno-Gericht entschied im März 2014, das Japan den Walfang im Südpolarmeer einstellen muss. Das angebliche Forschungsprogramm habe keinem wissenschaftlichen Zweck gedient und sei nur ein Vorwand für die kommerzielle Jagd gewesen.

Tierschützer fordern längst Produkte aus Japan zu boykottieren! Aber an Tierschutz ist man in der EU offenbar wenig interessiert und es zählt Profit und Diäten und Pensionen.

Auch auf den Färöern Inseln wird Walfang betrieben, dort sind es Grindwale, die brutal gejagt und dahingeschlachtet werden. Die Färöer sind anders als Dänemark nicht Teil der Europäischen Union (EU). Im Sommer 2016 gingen Bilder durch die Presse, die zwei Nationalspieler der Färöer Inseln bei einer Art "Volksfest" bei einer Massenschlachtung von Grindwalen im Blut der Wale herumwaten. Die jährliche Massenschlachtungen rufen jedes Jahr weltweite Proteste hervor.

Das Hundefleisch-Festival Yulin in China

China. Das Hundefleisch-Festival findet seit 2009 jährlich vom 21. bis zum 30. Juni im chinesischen Yulin im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang anlässlich der Sommersonnenwende statt. Als Hauptattraktion wird das Fleisch von rund 10.000 eigens für das Festival geschlachteten Hunden und auch einigen Katzen verspeist. Das Fleisch wird auf dem Fest unter anderem mit Litschis und Likör serviert.

Am 18. Mai 2017 erklärten die Tierschutzorganisationen Duo Duo und Humane Society International, dass die Stadt Yulin Restaurants, Straßenständen und Markthändlern verbieten wird, Hundefleisch während des Festes im Jahr 2017 zu verkaufen. Jedoch wurde dieses Verbot nachweislich nicht eingehalten und das Festival fand trotz angeblichen Verbotes statt.

Tierschützer aus Staaten, in denen der Verzehr von Hundefleisch nicht üblich ist, protestierten wiederholt gegen das Festival, aber auch innerhalb Chinas wurde wiederholt Kritik an dem Fest laut. Die Hundefleisch-Verkäufer von Yulin und deren Unterstützer geben dagegen an, dass die Tiere auf vergleichsweise sanfte Art getötet würden. Videos aus dem Internet dagegen, zeigen das Gegenteil.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Hundefleisch-Festival

Kanadas grausame Robbenjagd

Kanada. Jedes Jahr im Frührjahr werden in Kanada zwischen drei Wochen und drei Monaten alte Robbenbabys brutal erschossen, totgeprügelt und gehäutet. Ihre Kadaver werden auf dem Eis zurückgelassen und verrotten. Oder sie werden ins Meer geworfen. Die teilweise 300.000 Robben sterben jedes Jahr sinnlos. Niemand braucht die Robbenprodukte. Keiner will die weißen Robbenfelle.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Robbenjagd_in_Kanada

Schleswig-Holstein grausame Seehundjagd

Deutschland — Schleswig-Holstein. Jedes Jahr werden in Schleswig-Holstein bis zu 500 Seehunde brutal dahingeschlachtet. Seit 1974 dürfen Seehunde offiziell nicht mehr gejagt werden. Aber jeder Seejundjäger kann willkürlich entscheiden (ohne tierärztliche Untersuchung), ob ein Tier erschossen werden darf, weil es angeblich verletzt, krank oder nicht lebensfähig ist.

Mutterlose oder verletzt aufgefundene Seehunde könen und dürfen zwar in den Seehundauffangstationen der Inseln erstversorgt werden, müssen aber nach spätestens 24 Stunden — in welchem Zustand auch immer — einem Robbenjäger übergeben werden, der dann selbst über das Leben des Tieres entscheidet, ohne selbst Tierarzt zu sein. Die sogenannten "Seehundjäger" sind von der Landesregierung in Schleswig-Holstein die verantwortlichen Jagdaufseher.

Stierkampf in Spanien

Spanien. Im November 2013 hat Spanien den Stierkampf zum immateriellen Kulurgut erklärt und damit Tierquälerei gesetzlich unter Schutz gestellt. Und das obwohl die Mehrheit der spanischen Bevölkerung nicht dahinter steht — nur 14 Prozent befürworten das sinnlose Blutvergießen.

2017 machte die Stierkampfkuh Margarita Schlagzeilen. Als Baby wurde sie der Mutter entrissen, weil diese für den Stierkampf vorgesehen war. In den meisten Fällen töten die Tierzüchter diese Babys. Margarita wurde verschenkt. Sie verbrachte ihr ganzes Leben alleine auf einem Grundstück. Die Kinder liebten die sanfte Margarite. Als bekannt wurde, das sie getötet werden soll, starteten Tierschützer eine Petition — Mit Erfolg. Margarita wurde gerettet. Der Besitzer hatte das Tier nicht registriert und da er den Bußgeldbescheid nicht bezahlen wollte, wollten die Behörden das Tier töten. Nach einer EU-Verordnung muss nur ein "Vieh" registriert werden, also nur Nutztiere. Das rettete Margarita das Leben. Sie lebt heute auf dem Tierrettungshof el Hogar ProVegan.

Jäger in Deutschland

In Deustchland kann sich jeder einen Jagdschein erwerben und mit einem Gewehr in den Wald gehen und Tiere schießen: Wildschweine, Rehe, Hirsche. Jedes Jahr sterben dabei eine halbe Million Tiere.

Alleine in der Jagdsaison 2015/2016 erlegten deutsche Jäger mehr als 610.000 Wildschweine.

Im Jagdjahr 2015/16 (31. März bis 01. April) gab es in Deutschland insgesamt 381.821 Jagdscheininhaber.

Sehr beliebt ist die Taubenjagd: "Die Molberger Taubenjagd ist die größte Gemeinschaftsjagd in Deustchland.". Schlimmer noch: "Bei uns beteiligen sich neben hiesigen Jägern Gäste aus ¨sterreich und den Niederlanden." 2017 erschossen 260 Jäger insgesamt 530 Tauben.

Und immer wieder kommt es zu Jagdunfällen, bei denen Menschen zu Tode kommen.

Bauernverband fordert die Tötung 70 % aller Wildschweine

Deutschland. Angesicht der drohenden Afrikanischen Schweinepest und der steigenden Schwarzwildzahlen in den Wälndern haben mehrere Bundesländern im Februar 2018 damit begonnen, den Jägern Prämien für erlegte Wildschweine zu zahlen. Die früher übliche Schonzeit wurde vielfach verkürzt oder sogar aufgehoben. Der Bauernverband meint, dass die Afrikanische Schweinepest in Deutschland "katastrophale Folgen" für Schweinehalter hätte. Zur Vorbeugung sollen 70 % aller Wildschweine getötet werden, auch Muttertiere und Frischlinge. Auch Agrarminister Christian Schmidt (CSU) forderte eine Reduzierung der Wildschweine. Bis Stand Februar 2018 sind in Deutschland keine Fälle von Afrikanischer Schweinepest bekannt. Bisher nur in Polen und Tschechien. Deutschland ist bei Schweinefleisch europaweit Exportmeister. Auch viele Bundestagsabgeordnete betreiben Schweinemastbetriebe.

Politiker wollen Wölfe zum Abschuß freigeben

Deutschland. Immer mehr Politiker wollen freilebende Wölfe zum Abschß freigeben. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) meinte im Mai 2017: "Ich halte eine begrenze Abschussfreigabe für den richtigen Weg, damit der Wolf bei uns weiterhin ohne Konflikte existieren kann". Besonders wichtig in Regionen mit hoher Weidehaltung. Auch FDP-Chef Christian Lindner (FDP) will Wölfe abschießen lassen, wie auch der Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), das ihn auf ein "vernünftiges Maß" begrenzen will. Auch der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU und Hobbyschäfer) will Wölfe ermorden lassen. Der Wolf ist nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, sowie nach der Berner Konvention eine geschützte Tierart.

Tierquälerei Angeln

Nach aktuellen Statistiken gehen in Deutschland rund 4 Millionen Menschen ab und zu angeln. Mehr als 1 Million Angler machen das regelmäßig. Den Angerschein erhält man in Deutschland schon für 25 bis 40 Euro. Die Prüfung erfolgt im Multiple Choice Verfahren, also einfach eine Antwort ankreuzen.

Die Prüfung beinhaltet die Themen Fischkunde (311 Fragen), Gewässerkunde (127 Fragen), Schutz und Pflege der Fischgewässer, Fischhege (129 Fragen), Fanggeräte, fischrereiliche Praxis, Behandlung gefangener Fische (186 Fragen), Einschlägige Rechtsvorschriften (216 Fragen).

Das man die Schreie der Fische nicht hören kann, heißt es nicht, das sie keine Schmerzen empfinden.

Stierhatz in Pamplona und Stierkampf

Bei der Stierhatz (Sanfermines-Fest) im spanischen Pamplona werden acht Tage lang 6 Kampfbullen und mehrere Leitochsen von Hunderten von Männern für die Stierkämpfe durch die engen Gassen in die Arena gejagt. Hirnlose junge Männer rennen dabei als Mutprobe vor den Tieren her.

EU verbietet Elektrofischerei

Das Europaparlament hat sich Anfang 2018 für ein EU-weites Verbot der heftig kritisierten Elektrofischerei ausgesprochen. Damit stellte sich das Parlament gegen einen Vorschlag der EU-Kommission. Sie wollte die bisher geltenden Genehmigungen für diese Methode des Fischfangs nicht nur beibehalten, sondern noch ausweiten.

Bärenhaltung in der Ukraine

Ukraine. In dem EU Beitrittskandidat wird Tierschutz nicht so hoch bewertet. Dennoch ist dank dem Einsatz von Tierschützern ist seit 2015 der Einsatz von Bären für Hundekämpfe gesetzlich verboten. Doch weiterhin werden Bären illegal in Jagdstationen oder unter Schrecklichen Bedingungen als lebende Attraktion neben Restaurants, Hotel und Freizeiteinrichtungen gehalten.

Video: → https://www.youtube.com/watch?v=csiB8Ao39ig

Wilderei: Elefantenhaut für China

China. Viele Elefanten in Asien werden getötet, weil chinesische Kunden mit Salben aus Elefantenhaut Ekzeme, Pickel und Verdauerungsstörungen behandeln oder Schmuck aus dem Material tragen. Dabei ist den Wilderern jedes Mittel recht. Sie jagen auch Elefantenkühe und Kälber. Teilweise mit Giftpfeilen töten sie die Elefanten und ziehen ihnen die Haut ab. Seit 2013 wurden in Myanmar über 100 Elefanten wegen ihrer Haut gewildert, 2018 waren es bereits mehr als 20. In Myanmar wird das Töten von Elefanten mit 7 Jahren Haft bestraft, aber Verstöße werden kaum verfolgt. Chinas Politiker wissen um die Wilderei, machen aber nichts dagegen.

Wilderei an Rentieren für Geweih und Zunge

Russland. In der Region Taimyr im Norden Russlands werden jährlich 80.000 bis 100.000 Tiere gewildert. Ranger finden immer wieder wahre Schlachtfelder vor. Die Tiere werden vor allem aus zwei Gründen gewildert: Die jungen, gut durchbluteten Geweihe sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin begehrt. Den Rentieren werden oft bei lebendigem Leibe die Geweihe abgeschnitten. Sie verenden qualvoll. Außerdem gelten die Zungen der Rentiere in asiatischen Ländern als Delikatesse.

—lm—