Elektroautos, CDU, SPD, TUEV, TÜV

November 17, 2018

Lesen Sie hier, warum Elektroautos in Deutschland so teuer sind und warum die Elektromobilität (auch E-Auto, E-Mobil oder Elektromobil) in Deutschland keine Zukunft hat. Ist das Elektroauto in Deutschland noch zu retten?

Abendpost hat bereits zum Thema Auto und Verkehr in Deutschland berichtet, wie sich das Regime von CDU und SPD am Auto gesund verdient.

Auch in Deutschland ist eine Demokratie denkbar, nicht mit CDU oder SPD, aber vielleicht in ferner Zukunft, gemeint ist eine echte Demokratie mit Volksentscheiden auf Bundesebene, um das in fast 70 Jahren ausgebaute deutsche Bürokratie Monster im Bereich Auto & Verkehr abzubauen.

Um nur einige Vorschläge zu nennen: Führerscheinprüfungen sollten von Fahrschulen durchgeführt werden (also ohne TÜV), Wegfall der Kfz-Steuer, Wegfall der HU-Pflicht, Wegfall der Eintragungspflicht für Tuning-Umbauten.

Warum sind Elektroautos in Deutschland so teuer?

Warum sind Elektroautos in Deutschland so teuer? In anderen Ländern wie z.B. Indien gibt es Neuwagen (Benziner) schon ab 2.000 Euro.

Zum einen liegt es an den Löhnen in der Metallbranche, die mit die höchsten Löhne bezahlt, also weit über dem Mindestlohn. Das natürlich nicht freiwillig, denn in Deutschland sind Erpressungen durch Gewerkschaften immer noch legal. Hier ist auch in Zukunft keine Besserung zu sehen, immerhin gehen Lobbyisten der Gewerkschaften im Bundestag ein und aus. Stellt man sich vor, das in der Metallbranche Löhne wie in anderen Branchen bezahlt wird, würden auch viel mehr Menschen in Arbeit kommen.

Zum anderen die Managergehälter bei den Autobauern. Volkswagen zahlt dem ehemaligen Mitarbeiter ("Manager") Martin Winterkorn ein Ruhegahlt von 3.100 Euro pro Tag. Das muss jeder Käufer eines Volkswagen mitbezahlen.

Weiter kassiert das deutsche Regime an jedem gezahlten Lohn (Lohnsteuer) bis zu 45 % (Spitzensteuersatz).

Nicht zu vergessen der Solidaritätszuschlag ("Soli") mit 5,5 %, zuerst gedacht als Ausgleich für die Kosten für den Zweiten Golfkrieg 1991 (16,9 Milliarden DM), später fü,r die Kosten der deutschen Einheit (1,3 bis 2.0 Billionen Euro), denken sich Politiker von CDU und SPD immer neue Verwendungen aus, um den Soli auch nach über 25 Jahren nicht abschaffen zu mïssen.

Dann kommt noch die staatliche Arbeitslosenversicherung (3 % vom Bruttolohn), um irgendwann im Falle einer Arbeitslosigkeit ein paar Monate ein Bruchteil von den eingezahlten Beiträgen zu erhalten.

Bei jedem Verkauf eines Neuwagens fallen wieder Steuern an, hier die Umsatzsteuer von 19 %, das sind bei einem Neuwagenpreis von 10.000 € rund 1.600 Euro, bei 20.000 € schon 3.200 Euro.

Jedes Kraftfahrzeug muss in Deutschland versichert sein, so kassiert das deutsche Regime wieder: Diesmal an der Versicherungssteuer von 19 %, weiter zahlt auch die Finanz- und Versicherungsdienstleistung mit die höchsten Gehälter.

Bei Autos mit konventionellem Benzinmotor plapperte der stellvertretende Diktator von Deutschland, Sigmar Gabriel (SPD), im August 2016, das bei einem fallenden Benzinpreis die Spritsteuer erhöht werden solle...

Auch bei Elektroautos ist zu beachten, das auch die Energiebranche (Energieversorgung) mit die höchsten Gehälter zahlt.

Die Kfz-Steuer aus der Steckdose: Auch wenn das Regime Käufern von Elektroautos die Kfz-Steuer für einige Jahre erläßt, so fallen doch beim Strompreis mehr Steuer und Abgaben an, als beim Strom selbst (siehe So setzt sich der Strompreis zusammen).

Ist das Elektroauto noch zu retten?

Zunächst sollten alle an einem Strang ziehen, statt die Eigenbrödlerei jedes einzelnen Autoherstellers. Die Automobilhersteller sollten alle zusammenarbeiten, auch mit den Technischen Universitäten (TU).

Statt das deutsche Regime (CDU und SPD) mit hunderttausenden von Euros zu schmieren, sollten auch die Großspender BMW und DAIMLER vielleicht etwas mehr Garantie für ihre Fahrzeuge bieten, als 1 Euro Kugelschreiberhersteller.

Um das Gewicht der Elektroautos zu reduzieren, sollte man die Karosserie aus recyceltem Kunststoff herstellen, was auch die Müllberge von Joghurtbecher, Plastikflaschen und Plastikverpackungen reduziert.

Statt Milliarden in Ladesäulen zu stecken, sollte man es jedem erlauben, eine Ladesäule zu betreiben und den Strom zu verkaufen.

Bereits die Bundesnetzagentur hat Stromkunden auf steigende Kosten wegen der wachsenden Zahl an E-Autos gewarnt (um die geplanten Ladesäulen für Elektroautos mit Strom zu versorgen). Derzeit sind bis 2020 rund 70.000 Ladepunkte und rund 7.100 Schnellladesäulen geplant. Die geplanten Kosten belaufen sich auf mehr als 30 Milliarden Euro. Die Bundesregierung will 300 Millionen Euro an F¨rdermittel für neue Ladesäulen für Elektroautos bereitstellen. Und natürlich wird der Strom an den Ladesäulen auch nicht kostenlos sein.

Auch die von CDU privatisierten Rastanlagen wollen abkassieren, so gab 2016 der Raststellenbetreiber Tank&Rast bekannt, vom Bundesverkehrsministerium Mittel für Ladestationen zu bekommen. Am Strom verdienst Tank&Rast nochmal und an den Sanitäranlagen nochmal und an den Tankstellen-Pächtern nochmal.

Nach einer Umfrage wollen 80 Prozent der Elektroautobesitzer ihr Elektroauto zuhause an der heimischen Steckdose laden. Der Bundesverband eMobilität empfiehlt dafür eine sogenannte Wallbox für bis zu 10mal schnelleres Laden. Die Kosten dafür liegen zwischen 1.000 und 2.000 Euro incl. Montage. Rabatte bei den Steuern und Abgaben sind beim Strompreis für Elektroautos nicht geplant.

Zukunft der Elektroautos und Wechselakkus

Sollte sich bei den o.a. Kosten etwas tun, sind neue Elektrowagen für 5.000 Euro denkbar und durchaus realisierbar.

Immer noch ist die Reichweite von Elektroautos eines der Knackpunkte. Statt die Elektroautos bei Langstrecken stundenlang an der Tankstelle zu laden, wären Wechsel-Akkus denkbar. Auch hier sind gemeinsame Entwicklungen sinnvoll, weil keine Tankstelle dutzende von Akkus bereitstellen kann, sondern nur eine Sorte von Akkus oder vielleicht zwei Sorten: Für PKW und LKW.

Statt Milliarden in Ladestationen zu investieren, sollte man Wechselakkus an jeder Tankstelle anbieten. Öl- und Stromkonzerne können hier die Akkus aus Erneuerbaren Energien laden, statt in Hochzeiten Strom ins Ausland zu verschenken. Damit müssen keine Windräder mehr abgeschaltet werden, weil nachts bei Wind zu viel Strom produziert wird. Wechselakkus ermöglichen praktisch unendliche Reichweite. BWM und Mercedes halten von dem Vorschlag nichts, denn damit fallen die Einnahmen aus der Batteriemiete weg. Renault wollte dieses Prinzip schon vor zehn Jahren einführen, scheiterte aber am Widerstand der deutschen Automobilbauer. Toyota plant bereits Modelle mit Wechselakkus — Wechselakkus gibt es dann bei jedem Toyotahändler. Im Ausland funktionieren Wechselakkus bereits: Indien, Japan und China machen es den Europäern vor.

Wenn sich an den o.a. Punkten nichts ändert, hat das Elektroauto in Deutschland keine Zukunft.

Zukunft der Elektroautos sind Feststoffakkus * Update *

Die aktuelle E-Autos mit Lithium-Ionen-Akkus sind eine Todgeburt oder zumindest eine Übergangslösung für die kommenden 4-5 Jahre. Dann werden die veralteten Elektroautos so schwer zu verkaufen sein, wie heute die alten Diesel.

Die Lithium-Ionen-Akkus sind zu teuer, bieten zu wenig Reichsweite und brauchen zu lange, um aufgeladen zu werden. Nicht umsonst will keiner in die Produktion dieser veraltete Technik in Europa investieren und so beziehen die Autobauer ihre Batterien aus China & Co.

Die Zukunft gehört den bald preiswerteren Feststoffakkus. Mit ihnen sind Reichweiten von 600 bis 800 Kilometer möglich. Innerhalb von wenigen Minuten ist der Akku wieder voll geladen (an Schnellladestationen). Nachteil wird sein, das man ihn nicht mehr zuhause laden kann. Wenn dann noch die Strompreise in Deutschland sinken, ist es die Zukunft.

Traurig ist, das nazu alle Autohersteller ihre eigene Suppe brauen - Statt gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das würde nicht nur die Entwicklung schneller voranbringen, sondern auch die Kosten senken und die Marktreife schon in wenigen Jahren ermöglichen. Mit einer gemeinsamen Batterieproduktion in Europa wäre der Akku nicht mehr das teuerste Bauteil eines Elektroautos.

Die Zukunft der großen deutschen Automobilhersteller von Volkswagen bis Mercedes oder BMW ist Geschichte. Die meisten werden in wenigen Jahren verschwunden sein. Schon heute produzieren viele kleine Hersteller ihre eigenen Elektroautos...

Bundesregierung kein Interesse an E-Autos

2016 beschloss die Bundesregierung unter CDU/CSU und SPD auf E-Autos zu setzen, das in Zukunft mindestens 20 Prozent der Fahrzeuge in ihrem Furtpark E-Autos sein müssen.

Im Mai 2018 fuhren nur 2,1 Prozent der Fahrzeuge in Fuhrpark der Bundesregierung elektrisch.

Ausgerechnet der Verkehrspolitiker Stephan Kühn von den GRUENEN sprach von "peinlichen Zahlen". War es doch auch die GRUENE Politikerin Sylvia Löhrmann, die im April 2017 heimlich von einem dicken Audi A8 in einen Hybridauto wechselte, um damit zum Wahlkampftermin zu fahren (Artikel und Foto → hier).

Milliarden Steuergelder für veraltete Batterie-Werk

Im Herbst 2018 verkündete Peter Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU), das er mit Milliarden an Steuergelder eine veraltete Batterieproduktion in Deutschland anstoßen will, damit Deutschland gegen China konkurrieren könne. Am 13. November 2018 wolle er ein Industriekonsortium vorstellen, das eine entsprechende Batteriezellen-Fabrik in Deutschland baue. Die Bundesregierung stelle als Anschubfinanzierung eine Milliarde Euro an Steuergelder bereit. Zum Konsortium gehören — nach unbestätigten Berichten — unter anderem Varta Microbattery und die Kölner Ford-Werke. Eine zweite Batteriezellenfabrik wolle Altmaier in der Lausitz mit einer weiteren Milliarde fördern.

Altmaier macht hier den zweiten Schritt vor den ersten. Statt in Forschung zu investieren, um zukunftsfähige Akkus zur Marktreife zu bringen, etwa Feststoffakkus — Feststoffakkus können innerhalb von wenigen Minuten voll aufgeladen werden und besitzen eine Reichweite von 500 Kilometer und mehr — will die Bundesregierung Milliarden an Steuergelder versenken, um in eine Technik zu investieren, die längst veraltet ist.

Schattenseite des Elektroautos

Während Verbrennungsautos auf Rohöl angewiesen sind, das Umweltkatastrophen verursachen, gehöhren auch Elektroautos in diese Ecke. Kaum einer kennt die furchtbaren Förderbedingungen zu Lithium und Kobalt in Dritte Welt Ländern. Schauen wir uns die Schattenseite der Elektromobilität einmal näher an.

Während Elektroautos von immer mehr kleinen Herstellern gebaut werden und billiger werden, basieren sie meist noch auf Lithium-Akkus der ersten Generation. Sie enthalten die seltenen Rohstoffe Lithium und Kobalt, dessen Förderung problematisch sind. In Chile (Südamerika) werden immer mehr Fabriken in ökoligisch sensiblen Regionen gebaut und verursachen schwere Umweltschäden. In der politisch instabilen Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) werden zwei Drittel der Weltproduktion an Kobolt gewonnen.

Der Abbau des Leichtmetalls Lithium in Chile verbraucht extrem viel wertvolles Wasser. In Chile wird Lithium aus Salzseen, sogenannte Salares, gewonnen. Die Folge sind sinkende Grundwasserspiegel, die eine Landwirtschaft der indigenen Gemeinschaften an den Ufern der Salzseen unmöglich machen. Schätzungen zufolge liegen 70 Prozent des weltweiten Lithiumvorkommen in Chile.

In einem modernen Hybrid Fahrzeug stecken 1,7 Kilogramm Lithium im Akku, ein reines Elektroautos hat rund 22 Kilogramm Lithium.

Im Kongo wird Kobalt vor allem in großen Minen von internationalen Rüstungskonzernen abgebaut. Rund ein Fünftel des Abbau wird illegal in selbst gebauten Minen abgebaut. Oft arbeiten in diesen Minen auch Kinder. Neben ihren Wohnhütten graben sie tiefe Stollen ins Erdreich. In den engen Gängen kratzen sie das Kobalterz aus dem Fels. Der dabei entstehende hochgiftige Staub führt zu Lungenerkrankungen. Von den Umweltschäden ganz zu schweigen. Ätzende Laugen lösen das begehrte Element aus den Erzen. Zurück bleiben giftige Schlämme, die oft einfach nur in die Landschaft gepumpt werden.

Video online:
→ https://www.youtube.com/watch?v=HbawmdoaDSQ

Die derzeitige Lithium-Ionen-Akkus in Elektroautos sind nur eine Übergangstechnologie, um den Einstieg in die Elektromobilität zu schaffen. Auch das Recycling der Akkus ist sehr aufwendig und oft sind die wertvollen Rohstoffe für immer verloren, gerade Lithium. Bislang werden nur etwa fünf Prozent der Lithium-Ionen-Batterien recycelt. Hersteller wie Tesla unterstützt dabei Recycling-Unternehmen. Bislang ist es nicht gelungen, reines Lithium wieder aus alten Akkus zu extrahieren.

Die bisher eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus haben nach acht Jahren noch etwa 80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit.

FAZIT

Um Elektroautos allagstauglich und umweltfreundlich zu machen, braucht es sowohl eine neue Batterietechnologie als auch ein neues Recyclingverfahren.

Hersteller wie Tesla arbeiten bereits an Elektroauto-Akkus ohne Kobalt und Lithium. Gemeinsam mit Panasonic will Tesla das umstrittene Kobalt ganz aus ihren Batterien verdammen.

Warum arbeiten die Autohersteller in diesem Bereich nicht mit den Batterieherstellern zusammen? Wenn alle Hersteller die gleichen Akkus der neuen Generation verwenden, macht das die Akkus extrem günstig und bringt die Forschung voran. Der chinesische Batteriehersteller CATL hat bereits in Erfurt eine Batteriefabrik geplant.

Elektroautos der Zukunft sind innerhalb von fünf Minuten geladen (an Schnellladesäulen) und haben eine Reichweite von 500 Kilometer oder mehr, vergleichbar mit heuten Autos mit Verbrennungsmotoren. Stichwort: Feststoff-Batterie.

Wenn dann die neue Generation von Elektroautos serienreife haben, braucht es die Unterstützung von Politik. Das zeigt das Beispiel Elektroautos in Norwegen: Dank massiver Förderung und Subventionen ist in Norwegen schon jeder zweite Neuwagen ein Hybrid- oder Elektroauto. Ein Elektroautobesitzer erzählt: "Wir zahlen keine Mehrwertsteuer und weniger Kfz-Steuer. Wir parken kostenlos und auch den Strom gibt es umsonst, den spendiert die Stadt Oslo.". Geplant waren 50.000 Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Heute sind es fast 200.000 voll- oder teilstromgetriebene Autos. Bis 2025 soll es gar keine Autos mehr mit Verbrennermotoren geben. Gekostet hat das den Staat bisher nur ein paar 100 Millionen Euro. Das Förderprogramm wird nun stufenweise gesenkt. Die Regierung hat beschlossen, seit Anfang 2018 wieder die halbe Kfz-Steuer zu verlangen und ab 2020 wieder den vollen Steuersatz.

Wenn dann irgendwann die E-Mobilität 2.0 Akkus auf dem Markt sind, innerhalb kurzer Zeit geladen werden können und vernüftige Reichweiten haben, sollte auch Deutschland überlegen, auf die Mehrwertsteuer beim Autokauf und auch die Kfz-Steuer wegfallen lassen. Beim Strom sollte man ebenfalls auf die Mehrwertsteuer, Stromsteuer und die EEG-Umlage verzichten. Auch die Steuerbefreiung von Photovoltaik zum Laden des Elektroautos zuhause ist ein Schritt in die Zukunft.

—av—